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Menschenrechtsbeobachtung

Die Entsendung internationaler BeobachterInnen in Krisenregionen hat sich als wirkungsvolles Instrument erwiesen, um Menschen zu unterstützen, die sich mit gewaltfreien Mitteln für soziale Gerechtigkeit und für die Einhaltung der in der Verfassung garantierten Rechte einsetzen.

Im Rahmen seines Schwerpunkts Friedensförderung und Konfliktbewältigung beteiligt sich HEKS deshalb an internationalen Beobachtungsprogrammen in Palästina/Israel, Honduras, Kolumbien und Guatemala. Die Anwesenheit von gut ausgebildeten ausländischen Augenzeugen verhindert, dass gewalttätige Übergriffe unbemerkt geschehen können. So erhöht sich die Schwelle zur Gewaltanwendung.

Je nach Einsatzort besuchen die MenschenrechtsbeobachterInnen gefährdete Einzelpersonen und Gemeinden, machen Rundgänge durch Dörfer, in denen es immer wieder zu Übergriffen kommt oder sind an Checkpoints präsent, an welchen die Zivilbevölkerung kontrolliert wird. Sie teilen mit den Menschen in den Konfliktgebieten den Alltag, hören zu und zeichnen auf, was geschehen ist und machen die Öffentlichkeit in der Schweiz auf die Situation vor Ort aufmerksam.

HEKS sucht laufend Interessierte aus der Schweiz, die einen dreimonatigen Einsatz leisten möchten. Voraussetzung ist neben Sprachkenntnissen, Teamfähigkeit und psychischer Belastbarkeit, die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs.

Auch für Kirchgemeinden eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, eine Person aus dem eigenen Umkreis als MenschenrechtsbeobachterIn zu entsenden oder ehemalige Einsatzleistende einzuladen, um aus erster Hand über die Friedens- und Menschenrechtsarbeit in den verschiedenen Ländern zu erfahren. HEKS vermittelt ehemalige MenschenrechtsbeobachterInnen, die an Anlässen oder in Gottesdiensten von ihrem Einsatz berichten.

Sind Sie an einem Einsatz interessiert?
Weitere Auskünfte erteilt Peace Watch Switzerland:

… in Palästina/Israel:

Im Rahmen des ökumenischen Begleitprogramms EAPPI des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) arbeiten Freiwillige aus zehn Ländern jeweils für drei Monate in der Westbank oder in Jerusalem. In internationalen Teams begleiten sie Bäuerinnen und Bauern durch Checkpoints, sind in Dörfern präsent, die von SiedlerInnen  bedroht werden oder unterstützen palästinensische und israelische Friedensorganisationen in ihrer gewaltlosen Arbeit.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt: Angela Elmiger, elmiger@heks.ch, 044 360 88 68

… in Guatemala:

Die Freiwilligen leisten Begleitarbeit in zwei unterschiedlichen Bereichen: Im Bereich Vergangenheitsbewältigung besuchen sie in regelmässigen Abständen Überlebende der Massaker, die während des Bürgerkriegs geschahen. Sie begleiten die Zeu­ginnen und Zeugen auch zu den Gerichtsverhandlungen gegen die Verantwortlichen.  Im zweiten Bereich sind die Freiwilligen in Dörfern präsent, in denen die Rechte der Bevölkerung in grober Weise verletzt werden, etwa durch Grossprojekte wie Staudämme und Erzabbau. Oft begleiten sie  die lokale Bevölkerung bei Aktionen des gewaltfreien Widerstands.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt: Karl Heuberger, heuberger@heks.ch, 044 360 88 21

… in Kolumbien:

Freiwillige begleiten in dreimonatigen Einsätzen Kleinbauerngemeinschaften, die sich für ihr verfassungsmässiges Recht auf das Land, das sie bebauen, einsetzen. Dank der Präsenz von internationalen BeobachterInnen bleiben bewaffnete Akteure in der Regel den Dörfern fern; die Menschen können ihren Alltag leben, ihre Rechte einfordern und Initiativen für gewaltfreie Konfliktlösungen vorantreiben.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt: Leo Meyer, leo.meyer@heks.ch, 044 360 88 84

Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1