HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirche Schweiz
Vor zwei Tagen habe ich einen Vortrag gehalten in einem Workshop zum Thema «Jovenes Cultura y Paz», (Jugendliche, Kultur und Frieden) am Beispiel Kolumbiens. Der grosse Event in Kingston geht jedoch langsam seinem Ende zu. Die Teilnehmenden haben vor allem über die folgenden vier Themen diskutiert: Friede in der Gemeinschaft, Friede mit der Erde, Friede bzw. Gerechtigkeit auf dem weltweiten Markt und Friede zwischen den Völkern. Ich erhielt viele Informationen, erlebte viele Gespräche und nun ist wohl die Zeit der Umsetzung und des Handelns gekommen, wie ein Pastor sagte: «Llego la hora de la espiritualidad radical, y de plantar semillas reales de paz» (Die Stunde der radikalen Spiritualität ist gekommen um wirkliche Samen des Friedens zu pflanzen). Wir, die wir schüchtern angekommen sind, wir erkennen uns jetzt als grosse Familie, die alle einander gegenseitig helfen.
Liebe Grüsse, Mireya
Die Welt ist in Jamaica angekommen: Man sieht die unterschiedlichsten Kleidungen, Farben, Religionen, viele Sprachen – der Turm zu Babel… Und alle haben wir etwas gemeinsam: wir wollen Frieden! Die Eröffnungszeremonie war bewegend, mit Liedern aus Afrika, Zeugnissen aus Lateinamerika, und Rufen nach einem gerechten Frieden. Doch jetzt beginnt die Arbeit.
Die Arbeitstage an diesem grossen Event haben jeweils drei Teile: Gebet und biblische Reflexionen, Expertenvorträge zu einem Tagesthema und am Nachmittag die Workshops (jeweils bis zu vierzig Themen stehen zu Auswahl). Auch wenn wir Teilnehmende aus der ganzen Welt sind, gibt es gemeinsame und konstante Themen:
Es ist zum Beispiel die Landfrage, sei es aufgrund von klimatischen Veränderungen oder aufgrund von Megaprojekten ausländischer Investoren. In allen Regionen besteht zudem die Dringlichkeit, mit und für die jungen Menschen zu arbeiten. Ein wichtiges Thema sind natürlich auch die Menschenrechte: sei es der Einsatz für die afrikanisch-stämmige Bevölkerung, für die Dalits aus Indien, für indigene Völker aus der ganzen Welt, weiter das Thema Rassismus, die Stellung der Frau etc.
Dann gibt es überall auch das Problem, dass indigene Gemeinschaften, die gelernt haben, in Harmonie mit der Natur und deren Reichtum zu leben, durch die Habgier des Kapitalismus bedroht werden, der die Natur um jeden Preis ausbeutet.
Wir bleiben in Kontakt…..

Für HEKS in Kingston mit dabei ist Mireya Ramírez Márquez, die HEKS-Länderkoordinatorin in Kolumbien. Sie wird sich an der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation mit zahlreichen Menschen austauschen und dabei auch ihre Erfahrungen, die sie selber in den HEKS-Friedensprojekten in Kolumbien macht, in einem Workshop präsentieren.
Als ich die Einladung erhielt an der Friedenskonvokation in Kingston teilzunehmen und das HEKS zu vertreten, da habe ich mich zuerst gefragt, über welchen Frieden ich denn sprechen sollte, wo ich doch mein ganzes Leben in Mitten von Gewalt zugebracht habe. Aber in unserer Arbeit helfen wir anderen, den Frieden zu finden. Denn Junge, Frauen, Bauern, alle machen in Kolumbien ihren ganz eigenen Weg und suchen diesen Frieden, der immer brüchiger wird.
Obwohl Jamaica nicht weit von Kolumbien liegt – wenigstens auf der Karte – bin ich fast einen ganzen Tag gereist. Die Karibik hat uns empfangen mit all ihren Farben, Gerüchen und Aromen. Mich hat es an die kolumbianische Region Chocò erinnert, nur dass hier alle Englisch sprechen. Nein, es gibt noch einen anderen Unterschied: Den Kolonialismus lebt man hier anders und dieses Volk hier ist stolz auf seine Geschichte. Und es hat grosse Repräsentanten hervorgebracht wie Marcus Garvey und Bob Marley. Persönlichkeiten, die den Friedensprozess stark beeinflusst und sich für die Rechte des afro-amerikanischen Volkes eingesetzt haben.
Soziale Integration ist nur erfolgreich, wenn alle einen Schritt aufeinander zugehen. Darum bieten die HEKS-Regionalstellen sogenannte Mitmachaktionen an. Interessierte Personen haben die Möglichkeit, HEKS-Projekte zu besuchen und mit Teilnehmenden in Kontakt...
Die Ferien sind vorbei, und nach zwei wunderschönen Wochen im nördlichen Äthiopien bin ich wieder zurück an der Arbeit. In dieser Zeit hat sich in unserem Projekt einiges getan. Die Knochenmühle, die Maschine um die verkohlten Knochen zu verkleinern, ist...
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