HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirche Schweiz

A woman in the eastern Congo, displaced in October 2008 by fighting between rebels and government forces, who took refuge in a displaced persons camp set up on a lava flow in the village of Nzulu. ACT International has provided safe drinking water, latrines, and other support to families here, as well as to many residents of the host village. A quarter of a million people have been newly displaced by fighting in the eastern Congo, where some 5.4 million have died since 1998 from war-related violence, hunger and disease. Photo by Paul Jeffrey/ACT International.
Welches ist der korrupteste Staat? Wieviele HIV-infizierte Personen gibt es weltweit? Wie hoch ist die Lebenserwartung in Honduras? Für fast alles existieren Ranglisten oder Statistiken.
Vor kurzem bin ich auf folgende Liste gestossen:
Diese bezieht sich auf sogenannte IDP’s. I für Internally. D für Displaced. Und P für Persons. Diese sogenannten intern Vertriebenen werden auch Binnenvertriebene genannt. Jedes Kind lernt hierzulande in der Schule, dass es in einem Binnenland lebt. Weil keine direkte Verbindung zum Meer besteht. Doch die Länder aus der Liste haben durchaus direkten Zugang zu einem oder gar zwei Weltmeeren. Die Herkunft des Begriffs ist auf das mittel- und mittelniederdeutsche „binnen“ zurückzuführen. Dieses ist aus „bi innen“ = „innerhalb“ entstanden. Binnenvertriebene sind Flüchtlinge innerhalb ihrer eigenen Heimat. Gemäss UNHCR sind es über 27 Millionen in insgesamt 54 Ländern, wobei allein in Afrika 11.6 Mio in 21 Ländern betroffen sind. Flüchtlingszahlen werden mit rund 15.2 Mio beziffert.
Sind Binnenvertriebene nicht auch Flüchtlinge?
Im täglichen Gebrauch wird zwischen den Begriffen oft nicht unterschieden. Binnenvertrieben sind zwar auch geflohen, aber nach dem Völkerrecht werden Zivilisten erst als Flüchtlinge anerkannt, wenn sie eine internationale Grenze überschreiten, um in einem anderen Land Zuflucht zu suchen. Sie fallen unter den Schutz von völkerrechtlichen Bestimmungen und Übereinkommen.
Binnenvertriebene hingegen bleiben aus unterschiedlichen Gründen innerhalb der Grenzen ihres Landes. Sie sind oft in einer weitaus schwierigeren Situation. Sie können in einen laufenden innerstaatlichen Konflikt hineingezogen werden. Ihr Schicksal bleibt in den Händen der heimischen Regierung, die sie aber möglicherweise als Staatsfeinde einstuft. Die rechtlichen Instrumente für Binnenvertriebene sind geringer. Einen wichtigen Rahmen zum Schutz der Vertriebenen bilden jedoch die United Nations Guiding Principles on Internal Displacement (UNGPID).
Die Verbesserung der Lebensgrundlagen von intern vertriebenen Familien gehört zu einem erklärten Ziel von HEKS. In Kolumbien etwa gehört der Aufbau und die Stärkung von Selbsthilfeorganisationen intern Vertriebener zum Landesprogramm. Im Sudan erleben die meisten HEKS-Projekte einen grossen Zuwachs der Bevölkerung. Seit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens im 2005 kehren viele Vertriebene in ihre Heimat zurück.
Soziale Integration ist nur erfolgreich, wenn alle einen Schritt aufeinander zugehen. Darum bieten die HEKS-Regionalstellen sogenannte Mitmachaktionen an. Interessierte Personen haben die Möglichkeit, HEKS-Projekte zu besuchen und mit Teilnehmenden in Kontakt...
Die Ferien sind vorbei, und nach zwei wunderschönen Wochen im nördlichen Äthiopien bin ich wieder zurück an der Arbeit. In dieser Zeit hat sich in unserem Projekt einiges getan. Die Knochenmühle, die Maschine um die verkohlten Knochen zu verkleinern, ist...
Vor zwei Tagen habe ich einen Vortrag gehalten in einem Workshop zum Thema «Jovenes Cultura y Paz», (Jugendliche, Kultur und Frieden) am Beispiel Kolumbiens. Der grosse Event in Kingston geht jedoch langsam seinem Ende zu. Die Teilnehmenden haben vor allem...
Die Welt ist in Jamaica angekommen: Man sieht die unterschiedlichsten Kleidungen, Farben, Religionen, viele Sprachen – der Turm zu Babel… Und alle haben wir etwas gemeinsam: wir wollen Frieden! Die Eröffnungszeremonie war bewegend, mit Liedern aus...
Wir freuen uns, wenn Sie in diesem Blog mitdiskutieren. Wir bitten Sie jedoch dabei folgende Regeln zu beachten:
Bleiben Sie in Ihren Kommentaren sachlich. Die Redaktion hält sich vor Beiträge zu löschen, die rassistisch, sexistisch, bösartig, beleidigend oder themenfremd sind.
Mit Ihrem Eintrag stimmen Sie einer möglichen Veröffentlichung/Zitierung Ihres Kommentars auf www.heks.ch zu. Der Kommentar wird mit Vorname, Nachname und allenfalls der Webadresse publiziert. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
HEKS übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Kommentare. Jede Verfasserin und jeder Verfasser ist persönlich verantwortlich für ihre/seine Aussagen.
Social Bookmarks