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Menschenrechtsbeobachtung

Die Entsendung internationaler BeobachterInnen in Krisenregionen hat sich als wirkungsvolles Instrument erwiesen, um Menschen zu unterstützen, die sich mit gewaltfreien Mitteln für soziale Gerechtigkeit und für die Einhaltung der in der Verfassung garantierten Rechte einsetzen.

Im Rahmen seines Schwerpunkts Friedensförderung und Konfliktbewältigung beteiligt sich HEKS deshalb an internationalen Beobachtungsprogrammen in Palästina/Israel, Mexiko (Chiapas), und Guatemala. Die Anwesenheit von gut ausgebildeten ausländischen Augenzeugen verhindert, dass gewalttätige Übergriffe unbemerkt geschehen können. So erhöht sich die Schwelle zur Gewaltanwendung.

Je nach Einsatzort besuchen die MenschenrechtsbeobachterInnen gefährdete Einzelpersonen und Gemeinden, machen Rundgänge durch Dörfer, in denen es immer wieder zu Übergriffen kommt oder sind an Checkpoints präsent, an welchen die Zivilbevölkerung kontrolliert wird. Sie teilen mit den Menschen in den Konfliktgebieten den Alltag, hören zu und zeichnen auf, was geschehen ist und machen die Öffentlichkeit in der Schweiz auf die Situation vor Ort aufmerksam.

HEKS sucht laufend Interessierte aus der Schweiz, die einen dreimonatigen Einsatz leisten möchten. Voraussetzung ist neben Sprachkenntnissen, Teamfähigkeit und psychischer Belastbarkeit, die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs.

Auch für Kirchgemeinden eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, eine Person aus dem eigenen Umkreis als MenschenrechtsbeobachterIn zu entsenden oder ehemalige Einsatzleistende einzuladen, um aus erster Hand über die Friedens- und Menschenrechtsarbeit in den verschiedenen Ländern zu erfahren. HEKS vermittelt ehemalige MenschenrechtsbeobachterInnen, die an Anlässen oder in Gottesdiensten von ihrem Einsatz berichten.

Sind Sie an einem Einsatz interessiert? Weitere Auskünfte erteilt Peace Watch Switzerland:

Nächste Info-Veranstaltungen:

Bern:

  • 28. Januar 2012
  • 13.30 bis 16.30 Uhr
  • AKI, Alpeneggstrasse 5

 

Zürich:

  • 4. Februar 2012
  • 13.30 bis 16.30 Uhr
  • Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13 (beim Grossmünster)

… in Palästina/Israel:

Im Rahmen des ökumenischen Begleitprogramms EAPPI des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) arbeiten Freiwillige aus zehn Ländern jeweils für drei Monate in der Westbank oder in Jerusalem. In internationalen Teams begleiten sie Bäuerinnen und Bauern durch Checkpoints, sind in Dörfern präsent, die von SiedlerInnen  bedroht werden oder unterstützen palästinensische und israelische Friedensorganisationen in ihrer gewaltlosen Arbeit.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt: Angela Elmiger, elmiger@heks.ch, 044 360 88 68

… in Mexiko:

Im südlichen Bundesstaat Chiapas gibt es eine Vielzahl von Spannungen und Konflikten in den meist indianischen Dörfern, die von einflussreichen Kreisen geschürt werden. Oft wird die lokale Bevölkerung eingeschüchtert, um den Widerstand gegen Ausbeutung zu brechen. Das Menschenrechtszentrum in San Cristóbal de las Casas, FrayBa, ist verantwortlich für die Stationierung von Freiwilligen zur Beobachtung der Menschenrechtssituation in den Konfliktdörfern.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt: Karl Heuberger, heuberger@heks.ch, 044 360 88 81

… in Guatemala:

Die Freiwilligen leisten Beobachtungsarbeit in zwei unterschiedlichen Projekten: Im ersten Projekt besuchen sie in regelmässigen Abständen Zeuginnen und Zeugen von Prozessen, bei denen es um die Aufarbeitung von vergangenen Verbrechen geht. Die Zeuginnen und Zeugen sind gefährdet und benötigen den Schutz von BeobachterInnen. Im zweiten Projekt sind die Freiwilligen in Dörfern präsent, in denen die Rechte der Bevölkerung in grober Weise verletzt werden, etwa durch Grossprojekte wie Staudämme und Erzabbau.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt: Karl Heuberger, heuberger@heks.ch, 044 360 88 21

http://www.zewo.ch/
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1