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Aktuelle Informationen zu unseren Soforthilfe- und Wiederaufbau-Massnahmen auf Haiti

Foto: Jonathan Ernst/LWR/ACT Alliance

Bis Anfang Juli erhielt das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) über vier Millionen Franken Spenden für die Opfer des Erd­bebens vom 12. Januar 2010 auf Haiti. Inzwischen ist die Soforthilfe abgeschlossen und die Detailplanung des Wiederaufbaus hat begonnen.

In Petit Goâve plant HEKS den Wiederaufbau und die Reparatur von beschädigten Häusern sowie einkommensfördernde Massnahmen. Experten von HEKS haben erste Abklärungen zum Standort und Umfang des Projektes vorgenommen. Verträge für den Wiederaufbau sind mit den lokalen Behörden unterzeichnet, müssen aber noch auf nationaler Ebene bestätigt werden. Die Ausgestaltung der einkommensfördernden Massnahmen wird zurzeit mit der lokalen Partnerorganisation sowie mit den Begünstigten vor Ort diskutiert und entwickelt. Unter anderem ist die Vergabe von Mikrokrediten geplant, mit denen kleine Unternehmen gegründet respektive wieder aufgebaut werden können.

Die HEKS-Mitarbeitenden in Haiti nehmen an den wöchentlich stattfindenden Koordinationstreffen mit anderen Organisationen teil, wo auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit und etwa Kooperationen mit anderen Schweizer Hilfswerken geprüft werden.

Dank des HEKS-Büros in Port-au-Prince und den lokalen Mitarbeitenden vor Ort konnten folgende Soforthilfe-Projekte durch HEKS schnell und effizient umgesetzt werden: Während drei Monaten wurden 3000 warme Mahlzeiten zubereitet und in zwölf Camps in Pétion-Ville, einem Vorort von Port-au-Prince, verteilt. Dieses Projekt wurde von der HEKS-Partnerorganisation «Diakonie Österreich» mitfinanziert und anfangs Mai abgeschlossen.
Daneben verteilte HEKS zu Beginn der Regenzeit 100 Zelte sowie Plachen an ungefähr 1400 obdachlose Familien. Um die Grundstücke von Schutt zu befreien, wurden auch Werkzeuge wie Schaufeln und Schubkarren zur Verfügung gestellt, die nach Abschluss des Projektes an die Quartierkomitees zur weiteren Nutzung abgegeben wurden.

Neben den Soforthilfe- und Wiederaufbauprojekten verfügt HEKS in Haiti über eine Reihe von Projekten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Diese bestehenden Projekte werden weitergeführt und wurden nach dem Erdbeben teilweise intensiviert, denn sie sind noch nötiger als je zuvor: Im Südwesten der Insel, im Departement Grand’Anse, ist HEKS seit Jahrzehnten unter anderem mit Landwirtschaftsprojekten zur Einkommensförderung und Ernährungssicherung aktiv. Mit der erdbebenbedingten Migration von der Hauptstadt in die Provinzen stehen die Menschen vor neuen Problemen: Sie müssen viel grössere Familien versorgen, haben jedoch oft kaum genügend Nahrung für sich selbst. Deshalb wurde in den Departementen Grand'Anse und Nippes Saatgut verteilt, damit die grosse Anzahl der MigrantInnen aus Port-au-Prince auch längerfristig ernährt werden kann. Dieses Rehabilitationsprojekt wird von der Glückskette unterstützt.

HEKS ist seit 37 Jahren auf Haiti in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe tätig, verfügt über lokale Partnerorganisationen und hat ein Koordinationsbüro in Port-au-Prince.

HEKS ist akkreditierter Partner der Glückskette.

Spendenkonto: PC 80-1115-1 Vermerk «Erdbeben auf Haiti»

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Juli 2010

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