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Erdbeben in Haiti: HEKS-Bilanz nach zwei Jahren


Fotos: HEKS/Andreas Schwaiger

HEKS ist seit 38 Jahren auf Haiti mit Entwicklungs- und Soforthilfe­projekten tätig, verfügt über lokale Partnerorganisationen und hat ein Koordinationsbüro in Port-au-Prince. Dank dieser guten Vernetzung konnte HEKS nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 sehr schnell mit der Umsetzung der Soforthilfe beginnen. Für den Wiederaufbau konzentriert sich HEKS nun auf die Regionen Petit Goâve sowie Grand‘Anse und hat dafür zwei zusätzliche Regionalbüros eröffnet und zusätzliches Personal eingestellt.


Nur wenige Tage nach dem Erdbeben baute HEKS Strassenküchen in Port-au-Prince auf. 42 lokale Angestellte bereiteten in einer Grossküche während 100 Tagen täglich 3000 warme Mahlzeiten zu. Diese wurden in zwölf Camps in Pétion-Ville verteilt. Nur kurze Zeit nach dem Erdbeben wurde HEKS zudem im Südwesten der Insel im Departement Grand’Anse aktiv, wo das Hilfswerk seit Jahrzehnten unter anderem mit Landwirtschaftsprojekten tätig ist. Begünstigte erhielten zusätzlich Unterstützung in Form von Saatgut und Werkzeugen, um mehr Bananen, Gemüse und Reis für sich und die aus dem zerstörten Port-au-Prince zu ihnen geflüchteten Familienangehörigen anzubauen.

Bis Dezember 2011 konnten in Grand’Anse im Rahmen der Humanitären Hilfe nun 10 Häuser mit Öfen sowie Toiletten, Zisternen und Wasserfilter gebaut werden, weitere 15 Häuser sind in Planung und werden noch gebaut. Zudem sind 15 km der geplanten 20 km Strasse ausgebaut sowie Stipendien für Schulkinder und zur Ausbildung von Maurern vergeben.

Nebst der Grand’Anse konzentriert sich HEKS in Bezug auf seine Humanitäre Hilfe auf den Wiederaufbau und die Reparatur von Häusern in der Region Petit Goâve, die beim Erdbeben stark zerstört wurde. Die meisten hier tätigen NGOs haben die Region auf Ende 2011 verlassen, HEKS bleibt mit seinem Büro vor Ort und baut als einzige NGO in Petit Goâve nicht nur temporäre Unterkünfte, sondern für den dauerhaften Gebrauch bestimmte solide Häuser. Begünstigt werden Alleinerziehende, kinderreiche Familien sowie Familien mit Familienmitgliedern, die aufgrund des Erdbebens körperlich behindert sind. Es werden 100 Häuser neu gebaut sowie 300 Häuser repariert. Bis jetzt stehen 19 Häuser. Dieser Projektverlauf entspricht nicht den Erwartungen von HEKS. Die zeitliche Verzögerung hat mehrere Gründe: HEKS brauchte mehr Zeit als geplant für die Rekrutierung von geeignetem Personal, denn die Arbeit war mit lokalen Partnern allein nicht zu bewältigen. HEKS arbeitet mit einem gemischten Team von ausländischen und lokalen Arbeitskräften, die alle zuerst rekrutiert und eingearbeitet werden mussten. Weiter beanspruchte die sorgfältige Klärung der Hausbesitzverhältnisse vor Ort mehr Zeit als geplant. Die Behörden wünschten zudem grössere Häuser als HEKS bauen wollte und es mussten diesbezüglich Kompromisse ausgehandelt werden, was ebenfalls Zeit kostete. Schliesslich musste der Wiederaufbau neu geplant werden, weil der ursprünglich vorgesehene Neubau einer ganzen Siedlung aufgegeben werden musste, da HEKS von den Behörden die in Aussicht gestellte Bewilligung nicht erhielt.

Insgesamt plant HEKS, bis Ende 2015 9.1 Millionen Franken für Soforthilfe und Wiederaufbau einzusetzen. Davon werden voraussichtlich 6 Millionen Franken von der Glückskette zur Verfügung gestellt.


HEKS ist akkreditierter Partner der Glückskette.

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Februar 2012

Haiti zwei Jahre nach dem Erdbeben

Für die Menschen in Haiti hatte das Erdbeben verheerende Folgen. Familien, die bereits in sehr prekären Verhältnissen gelebt hatten, waren danach monatelang obdachlos. HEKS leistet einen Beitrag zum dauerhaften, nachhaltigen und sicheren Wiederaufbau und achtet darauf, dass sich die Begünstigten an den Arbeiten beteiligen können. >Lesen Sie mehr

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