HEKS-Integrationswoche «Blickwechsel»
Rückblick
Vom 22. bis 27. März 2010 hat zum ersten Mal die nationale Integrationswoche von HEKS stattgefunden. Integration bedeutet, einen Schritt aufeinander zuzugehen und je auch die andere Seite wahrzunehmen. «Blickwechsel» war deshalb das Thema dieser Integrationswoche. Ziel der Kampagne war es, den sozial Benachteiligten in der Schweiz eine Stimme zu geben und auf ihre Situation aufmerksam zu machen. In sechs Regionen der Schweiz fanden während der Integrationswoche «Blickwechsel» Begegnungen zwischen prominenten Persönlichkeiten und Teilnehmenden von HEKS-Integrationsprojekten statt. Sie besuchten sich gegenseitig in ihrem Alltag mit dem Ziel, einen Einblick in die Lebenswelt des anderen zu erhalten. Prominente Teilnehmende waren: Bundespräsidentin Doris Leuthard, Ständerätin Christine Egerszegi, die Sopranistin Noëmi Nadelmann, der Schauspieler und Regisseur Gilles Tschudi, der CEO der Raiffeisen Gruppe Pierin Vincenz und der Humorist Karim Slama.
Soziale Integration – HEKS setzt sich ein!
HEKS betreibt in der Schweiz sechs Regionalstellen mit über vierzig Projekten. Durch seine Tätigkeit im Inland leistet HEKS einen wichtigen Beitrag an die soziale Integration von benachteiligten Bevölkerungsgruppen und damit auch zum gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der Schweiz. Die Integration von sozial benachteiligten Menschen in die Gesellschaft gehört zu den grossen sozialen Herausforderungen in den kommenden Jahren. Immer mehr Menschen in der Schweiz sind vom Ausschluss bedroht und werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Besonders davon betroffen sind Menschen mit geringem oder für ihren Lebensunterhalt nicht ausreichendem Erwerbseinkommen. Sie sind abhängig von Versicherungsleistungen oder der Sozialhilfe. Zu dieser Gruppe gehören sowohl Schweizerinnen und Schweizer als auch Menschen mit Migrationshintergrund. Letztere können zusätzlich aufgrund ihrer Ethnie, Religion und Sprache als Fremde ausgegrenzt oder diskriminiert werden. Ungleichbehandlung und Diskriminierung – die Herabsetzung der Würde der einzelnen Person - beinträchtigen das Wohlergehen dieser Menschen und ihre Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Integration heisst, es Menschen zu ermöglichen, sich im Alltag in verschiedenen Lebensbereichen selbständig zu bewegen und sich am sozialen, kulturellen und politischen Leben beteiligen zu können. Integration ist nur dann erfolgreich, wenn sie gelebt wird und alle Beteiligten ihre Verantwortung wahrnehmen: sei es im familiären Umfeld, in der Nachbarschaft, in der Schule, in der Ausbildung, im beruflichen Alltag, in der Religionsgemeinschaft und in der Freizeit. Also überall dort, wo Menschen aufeinander zugehen und sich begegnen. Soziale Integration heisst «einen Schritt aufeinander zu gehen».


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