Auf Augenhöhe begegnen – Flüchtlingssonntag vom 17. Juni 2012
Der Tag des Flüchtlings 2012 gibt Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen ein Gesicht. Er will einen Beitrag dazu leisten, Vorurteile gegenüber Flüchtlingen abzubauen und Begegnungen auf Augenhöhe, von Mensch zu Mensch zu ermöglichen.
Anerkannte Flüchtlinge und Vorläufig Aufgenommene sind nicht ohne triftigen Grund in die Schweiz gekommen. Menschen fliehen, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen und weil sie sich vor Not und Krieg in Sicherheit bringen. Dabei müssen sie alles zurücklassen, ihre Heimat, Häuser und ihre Familien.
In der Schweiz haben sie die Chance, ein neues Leben in Sicherheit zu beginnen. Doch ein Neustart in einem fremden Land ist nicht einfach und es müssen viele Hürden überwunden werden. Oft werden zum Beispiel im Heimatland erworbene Diplome und Kompetenzen in der Schweiz nicht anerkannt und die Neuankömmlinge müssen sich beruflich neu orientieren. Sie müssen eine neue Sprache lernen und sich in einem völlig anderen Kontext zurecht finden.
Deshalb setzt sich HEKS für die soziale Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen ein. Integration heisst, dass es Menschen möglich ist, sich im Alltag in verschiedenen Lebensbereichen selbständig zu bewegen und sich am sozialen, kulturellen und politischen Leben beteiligen zu können.
HEKS setzt dabei auf das Potential der Menschen und ist der Ansicht, dass alle Menschen über Erfahrungen, Begabungen und Fähigkeiten verfügen, die von gesellschaftlichem Interesse sind. Wichtig ist, dass sie einerseits den Willen dazu haben, anderseits von uns aber auch die Chance bekommen, am öffentlichen Leben teilzunehmen.
Integration bedeutet, einen Schritt aufeinander zuzugehen und Begegnungen mit Fremden zu zulassen. Dazu sind auch am Flüchtlingssonntag vom 17. Juni alle aufgefordert, offen zu sein für Begegnungen auf Augenhöhe, die für beide Seiten neue Perspektiven eröffnen können.
Zur Unterstützung von Kirchgemeinden und Pfarrämtern stellt HEKS auch dieses Jahr eine breite Palette von Materialien zur Verfügung: Plakate, Predigtbausteine, Kollektenansagen, Karten, Projektreportagen und vieles mehr. Nutzen Sie den Flüchtlingssonntag, um Flüchtlingen ein Gesicht zu geben und Vorurteile gegenüber Fremden abzubauen.

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