HEKS befürwortet Initiative «Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten»
8. Oktober 2009
HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, unterstützt die Initiative «Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten». Am 29. November 2009 wird die Schweizer Stimmbevölkerung über die Initiative abstimmen, die ein Verbot der Aus- und Durchfuhr von Kriegsmaterial und besonderen militärischen Gütern aus der Schweiz verlangt. Ausgenommen sind einzig Geräte für die Entminung zum Schutze der Zivilbevölkerung.
Mit Kriegsmaterial-Exporten macht die Schweiz in vielen Fällen ihre eigenen, entwicklungspolitischen Bestrebungen zunichte. So gelangt Schweizer Kriegsmaterial in Länder, in welchen auch HEKS tätig ist, etwa Bangladesch, Indien, Libanon oder Pakistan. Waffenexporte haben verschiedene Auswirkungen auf die Entwicklung: Enorme Ressourcen fliessen anstatt in Entwicklungsprojekte in militärische Ausgaben und Rüstung, für Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Umweltausgaben bleibt zu wenig Geld übrig und gerade autoritäre Regimes setzen ihre Waffen auch gegenüber der Zivilbevölkerung ein.
Das Engagement von HEKS basiert auf den christlichen Grundwerten und den Menschenrechten: Im Zentrum seiner Arbeit zugunsten von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen steht die Würde jedes Menschen. Einer der Schwerpunkte von HEKS in seiner Projektarbeit ist die Friedensförderung und Konfliktbewältigung.
Dabei arbeitet HEKS in vielen Ländern, in denen Gewalt und Menschenrechtsverletzungen den Alltag der Menschen prägen. Ein friedvolles Zusammenleben ist erschwert. HEKS fördert deshalb die gewaltfreie Austragung von Konflikten und unterstützt sowohl spezifisch friedensfördernde Initiativen von lokalen und regionalen zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie deren Vernetzung und Beteiligung an Friedensprozessen. Zudem analysieren HEKS und seine Partnerorganisationen die unterschiedlichen Ausprägungen von Gewalt und entwickeln in ihren Projekten Massnahmen, die eine frühe Erkennung von möglichen Konflikten, deren Vermeidung oder Bewältigung ermöglichen.
Aus seinem jahrelangen Engagement für die Förderung und Erhaltung von Frieden heraus kann HEKS in keiner Weise kommerzielle Geschäfte mit Waffen und Rüstungsgütern billigen.
HEKS unterstützte bereits 1995 die beiden friedenspolitischen Initiativen «Für ein Verbot der Kriegsmaterialausfuhr» und «Für weniger Militärausgaben und mehr Friedenspolitik».
Weitere Informationen: Christina Wallat, Medien & Information, Tel.: 044 360 88 27, E-Mail: wallat@heks.ch, Piketthandy: 076 461 88 70
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