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  • Das Recht auf selbstbestimmte Entwicklung stärken

  • Landesprogramm Guatemala

  • Guatemala hat einen der schlimmsten Bürgerkriege Lateinamerikas durchlebt. Der Friedensvertrag vom Jahr 1996 setzte wohl dem bewaffneten Konflikt ein Ende – Friede ist aber noch nicht eingekehrt. Die extrem ungleiche Verteilung der natürlichen Ressourcen, vor allem des fruchtbaren Landes, ist eine der grössten Hürden auf dem Weg zu einer friedvolleren Zukunft und eines menschenwürdigen Lebens für alle.

    Obwohl Guatemala seit 1985 wieder eine formale Demokratie ist, sind die staatlichen Instanzen äusserst schwach und können wenig Einfluss auf die Entwicklung des Landes zu nehmen.

    Die wirkliche politische und wirtschaftliche Macht liegt in den Händen von wenigen Vertretern der wirtschaftlichen Elite, die sich kaum an die Gesetze halten. Ein weiterer wichtiger Machtfaktor sind nach wie vor die Militärs. Gleichzeitig gibt es in Guatemala eine lebendige soziale Bewegung, die sich für die längst nötigen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Reformen einsetzt. Die indigenen Organisationen sind heute wohl die stärkste soziale Kraft in Land, die mutig und entschlossen ihre grundlegenden Rechte einfordert und diese zu verteidigen versucht.

     

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten

    HEKS konzentriert sich in Guatemala auf drei geografische Gebiete: Das Hochland von San Marcos, das Hochland von Jalapa und den Ixcán im Norden des Departements Quiché. Dabei arbeitet HEKS vorwiegend mit lokalen Organisationen zusammen, unterstützt deren Projekte und leistet Beratungs- und Begleitarbeit.

    Die Projekte unterstützen Kleinbauernfamilien bei der Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln. Die Familien sollen selbst in der Lage sein, auf ihrem wenigen Land genügend und gesunde Nahrung anzubauen. Überschüsse können sie lokal vermarkten und damit ihr Einkommen verbessern. Die Bäuerinnen und Bauern lernen zudem, ihre Böden ohne den Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden zu bewirtschaften. Die lokalen Organisationen werden darin gefördert, ihre Rechte gegenüber den Behörden eigenständig einzufordern.

    Unterstützung erhalten auch Dorfgemeinschaften und -gruppen bei der Verteidigung ihrer Rechte. In den Regionen San Marcos und Jalapa bedrohen in- und ausländische Unternehmen die Existenzsicherheit der kleinbäuerlichen, indigenen Familien. Menschen, die sich mutig für ihre Rechte und diejenigen ihrer Gemeinschaften einsetzen, sollen den nötigen Schutz erhalten. HEKS fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Partnerorganisationen und leistet damit einen Beitrag zur Stärkung der lokalen Kräfte für eine selbstbestimmte Entwicklung.

  • HEKS-Nummer: 382.500
  • Programmsumme 2012:   CHF 421 000.-
 
Kontakt: 

HEKS Kommunikation
Projektdienst
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  • Guatemala
  • Fakten zum Land:

    Einwohnerzahl:

    14.8 Mio.

    Rang Human Development Index (von 187):

    131

    Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf (kaufkraftbereinigt):

    4286 USD

    Anteil Menschen mit weniger als 1.25 US $ pro Tag (kaufkraftbereinigt):

    13.1

    Kindersterblichkeit bis 5jährige (Tote pro 1000 Lebendgeburten):

    40

    Lebenserwartung bei Geburt:

    71.2 Jahre

    Durchschnittliche Anzahl besuchter Schuljahre:

    4.1

    Alphabetisierung (% der über 15jährigen):

    74.5%

     

    Quelle: UNDP Länderstatistik

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