Eigenständigkeit durch Ernährungssicherheit
Landesprogramm Honduras

Honduras gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Rund 23 Prozent der Bevölkerung leben in tiefer Armut.
Die Vernachlässigung der Bevölkerung auf dem Land führt zu einer immer grösser werdenden Abwanderung in die Stadt.
Zusätzlich migrieren immer mehr Menschen ins Ausland, hauptsächlich in die USA. Frauen, Männer und Jugendliche nehmen die abenteuerlichsten Wege in Kauf, um der Perspektivlosigkeit zu entfliehen.
Die honduranische Bevölkerung hat aber die Hoffnung auf eine menschenwürdigere Zukunft nicht verloren. Mit Engagement und Kreativität setzen sich Menschen in den Dorfgemeinschaften für eine bessere Zukunft ein. Sie schliessen sich zusammen, versuchen Probleme gemeinsam zu lösen und suchen dazu die Unterstützung von Hilfswerken und anderen Organisationen.
HEKS setzt auf die Motivation der Menschen und ist überzeugt, einen wirkungsvollen Beitrag im Kampf gegen die Verarmung zu ermöglichen.
HEKS konzentriert heute sein Engagement auf ausgewählte, ländliche Gemeinden im Süden von Honduras. Ernährungssicherung, Friedensförderung/Gewaltprävention für Jugendliche sowie Katastrophenprävention und Nothilfebereitschaft stehen im Zentrum der von HEKS unterstützten Programme und Projekte. HEKS arbeitet mit lokalen Organisationen zusammen und fördert mit Aus- und Weiterbildungen deren Leistungsfähigkeit.Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten.
HEKS unterstützt die Bevölkerung, dass diese auch mit kargen Böden genügend Nahrungsmittel zur Selbstversorgung und für die lokale Vermarktung produzieren kann. Diversifizierung der angebauten Kulturen, Schutz des einheimischen Saatguts, Einrichtung von einfachen Bewässerungsanlagen, Aufforstungen zur Verbesserung des Wasserhaushalts und vieles mehr lernen die Bauernfamilien in praxisbezogenen Kursen.Mit hoher Motivation geben diese Familien ihr Wissen an andere weiter. Schon innerhalb von kurzer Zeit gibt es sichtbare Veränderungen in den Dörfern – die Perspektiven, auch für die jüngere Generation, verbessern sich.
HEKS arbeitet mit mehreren Partnerorganisationen zusammen, die sich der Strassenkinder, hauptsächlich in der Hauptstadt Tegucigalpa, annehmen. Insgesamt erhalten rund 150 Kinder und Jugendlichen pro Jahr eine Begleitung und Förderung, die ihnen Chancen für ein menschenwürdiges Leben eröffnen. HEKS setzt sich zusammen mit anderen Organisationen dafür ein, dass die Rechte der Kinder und Jugendlichen von den staatlichen Stellen geschützt werden.
Darüber hinaus ist Honduras stark gefährdet in Bezug auf Hurrikans, Überschwemmungen und Dürren. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Schäden stark zu begrenzen. Mit einfachen Mitteln, wie etwa der Terrassierung der Parzellen, wird verhindert, dass die fruchtbare Erde abgeschwemmt wird. HEKS fördert das Wissen seiner Partnerorganisationen, mit den Gefahren drohender Katastrophen umzugehen.
- HEKS-Nummer: 383.500
- Programmsumme 2010: CHF 668 000.-
75 Franken sind nötig, um Saatgut und Knollen für eine Dorfgemeinschaft, bestehend aus 20 Familien, zu beschaffen. Dank dem neuen Saatgut gelingt eine Diversifizierung ihrer Produktion.
HEKS Kommunikation
Projektdienst
8042 Zürich
Tel.: +41 44 360 88 95
E-Mail: projektdienst@heks.ch
- Honduras
- Fakten zum Land:
Einwohnerzahl:
6.834 Mio.
Rang Human Development Index (von 177 Rängen):
115
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf (nicht kaufkraftbereinigt):
2517 USD
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf (kaufkraftbereinigt):
3430 USD
Anteil Menschen mit weniger als 1 US $ pro Tag:
14.9%
Anteil Menschen mit weniger als 2 US $ pro Tag:
-
Anzahl Unterernährte:
23%
Lebenserwartung bei Geburt:
69.4 Jahre
Kindersterblichkeit bis 5jährige (Tote pro 1000 Lebendgeburten):
40
Einschulungsrate (Primarschule):
91%
Alphabetisierung (% der über 15jährigen):
80%
Bevölkerungsanteil mit Zugang zu guter Wasserversorgung:
87%
Quelle: UNDP Länderstatistik

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