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  • Land heisst Leben

  • Landesprogramm Indien

  • Seit einigen Jahren boomt die Wirtschaft  in Indien mit einem jährlichen Wachstum von sieben bis neun Prozent. Von diesem Aufschwung profitiert leider nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in den Industriestädten Indiens. In ländlichen Gebieten, wo gut zwei Drittel aller Inderinnen und Inder leben, stagniert die Entwicklung. Kleinbauern, Landarbeiterinnen und Landarbeiter kämpfen auf kleinen Feldern ums Überleben, meist mit gleichen Hilfsmitteln wie vor hundert Jahren. Trotz wirtschaftlichem Boom ist Indien immer noch eines der grössten Armenhäuser der Welt.

    Das indische Kastensystem betont die sozialen Unterschiede  zusätzlich. Menschen, die keiner Kaste angehören, die sogenannten Dalits und indigene Völkergruppen («Adivasi»), werden von der Gesellschaft ausgestossen und haben kaum Chancen, aus eigener Kraft aus der Armut herauszukommen.

    Das Landesprogramm Indien richtet sich an diese Ausgestossenen. Eine spezielle Beachtung erhalten dabei die Frauen, die noch zusätzlich diskriminiert werden. Ziel der Projekte ist die Ernährungssicherung und Verbesserung des Einkommens und die Förderung von Bildung und Kompetenzen der Armen.

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    Geografisch konzentriert sich das Landesprogramm auf ländliche Trockengebiete in den drei Südstaaten Tamil Nadu, Andhra Pradesh und Karnataka.

    Die Begünstigten sind meist  landlose Arbeiterinnen und Arbeiter, die selten das ganze Jahr hindurch Arbeit finden und als schlecht bezahlte Taglöhner sich und ihre Familien kaum ernähren können.

    Für die Verbesserung  ihrer Lebensumstände handelt HEKS in vier Schritten:

    1. Erwerb von Land: Spezialisierte  Partnerorganisationen helfen den landlosen Arbeitern durch alle administrativen Mühlen hindurch, bis sie ein eigenes Stück Land erhalten. Land, das ihnen und ihrer Familie genügend Nahrung garantiert. Auch Kleinviehwirtschaft wird gefördert.
    2. Entwicklung der Landwirtschaft: HEKS fördert natürliche und nachhaltige Landwirtschaft mit standortgerechten Getreidearten und Mischkulturen. Viel Wert wird auf das Anlegen von Gemüsegärten als ganzjährige Vitaminlieferanten gelegt.
    3. Einkommensförderung: Um sich ein minimales Einkommen zu sichern, setzen die begünstigten Familien einen Teil ihrer landwirtschaftlichen Produkte auf lokalen Märkten ab. Zudem werden vor allem Frauen ermutigt, ein oft innovatives Kleingewerbe aufzubauen, was durch die Vermittlung zu staatlichen Spar- und Kreditprogrammen ermöglicht wird.
    4. Bildung: Bildung, Ausbildung und Kompetenzen der ländlichen Bevölkerung werden gefördert, Basisorganisationen aufgebaut und untereinander vernetzt, Dorfbewohner werden befähigt, aktiv an der Dorfpolitik teilzunehmen und ihre Rechte einzufordern.
  • HEKS-Nummer: 363.000
  • Programmsumme 2012:   CHF 880 000.-
 
Kontakt: 

HEKS Kommunikation
Projektdienst
8042 Zürich
Tel.: +41 44 360 88 95
E-Mail: projektdienst@heks.ch

  • Indien
  • Fakten zum Land:

    Einwohnerzahl:

    1241.5 Mio.

    Rang Human Development Index (von 187):

    134

    Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf (kaufkraftbereinigt):

    2993 USD

    Anteil Menschen mit weniger als 1.25 US $ pro Tag (kaufkraftbereinigt):

    41.6

    Kindersterblichkeit bis 5jährige (Tote pro 1000 Lebendgeburten):

    66

    Lebenserwartung bei Geburt:

    64.4 Jahre

    Durchschnittliche Anzahl besuchter Schuljahre:

    4.4

    Alphabetisierung (% der über 15jährigen):

    62.8%

     

    Quelle: UNDP Länderstatistik

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