Hoffnung für zerrüttete Familien
Italien, Palermo

Das diakonische Zentrum La Noce wurde Ende der fünfziger Jahre von der Waldenserkirche im ärmlichen Aussenquartier La Noce von Palermo gegründet. Damals ging es vor allem darum, Schulplätze für Kinder aus armen Familien zu schaffen, da es in Palermo trotz Schulobligatorium nicht genügend Staatsschulen gab und die Privatschulen für arme Familien unerschwinglich waren.
Heute sind die Leistungen des Zentrums vielseitiger geworden: La Noce unterstützt Kinder mit Lernschwierigkeiten, so dass sie nicht in ein Heim eingewiesen werden müssen. Parallel dazu wird nach und nach die ganze Familie in den Erziehungs- und Lernprozess mit eingebunden. HEKS gehört mit zu den Gründern des diakonischen Zentrums und hat dieses seither finanziell gefördert. Zudem vermittelt HEKS Freiwillige aus anderen Partnerländern für einen diakonischen Einsatz.
Ziele:
Eine der obersten Zielsetzungen der Arbeit von La Noce ist, die Familien zu fördern, so dass eine Fremdplatzierung oder Heimeinweisung der Kinder verhindert werden kann. Um dies zu erreichen, werden die Familien wie auch das gesamte Netz an sozialen Einrichtungen, das die Familien umgibt unterstützt.
Aktivitäten:
ErzieherInnen begleiten die Kinder während sechs bis zwölf Monaten. Das heisst konkret, dass sie mit den Mädchen oder Jungen dreimal wöchentlich je zwei Stunden verbringen. Während dieser Zeit wird gespielt, Schulaufgaben werden gelöst oder Spaziergänge gemacht.
Die Erziehungsarbeit stiess anfänglich auf viele Schwierigkeiten. Oft gilt die Einweisung in ein Heim auch heute noch als einzige Lösung – dies bedeutet zugleich das Ende der Hoffnung. In La Noce und bald auch in anderen Städten sind diese Probleme glücklicherweise Vergangenheit – heute setzen sich bereits zwanzig ErzieherInnen für Kinder und ihre Familien ein.
Der Erfolg der Erziehungsarbeit liess andere Städte aufhorchen: Viele fragen nun die Mitarbeitenden des Zentrums um Beratung für ähnliche Dienste an. In Palermo selbst sollen die ErzieherInnen von La Noce einen Erziehungsdienst aufbauen, der Kinder und Familien in der ganzen Stadt unterstützt.
Genauso wichtig sind aber auch der Kindergarten und die Primarschule für benachteiligte und behinderte Kinder, die übrige Arbeit mit Behinderten, die Familiengruppen für auffällige Jungen und die Familienberatungsstelle.
- HEKS-Nummer: 925.057
- Projektsumme 2010: CHF 60 000.-
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HEKS Kommunikation
Projektdienst
8042 Zürich
Tel.: +41 44 360 88 95
E-Mail: projektdienst@heks.ch
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