heks

  • Ernährungssicherheit und Friedensförderung

  • Regionalprogramm Südliches Afrika

  • Das Regionalprogramm südliches Afrika umfasst Simbabwe und Südafrika. Simbabwe steckt in einer Krise von nie da gewesenem Ausmass.

    Seit dem Jahr 2000 verschlechtert sich die Situation laufend. Die Indikatoren sind alarmierend: achtzig Prozent Arbeitslosigkeit und eine Inflation in Rekordhöhe.

    Zwanzig Prozent der Bevölkerung sind HIV-positiv oder aidskrank, es fehlt an Nahrungsmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Politische Gewalt und Unterdrückung sind an der Tagesordnung.

    HEKS unterstützt seine lokalen Partnerorganisationen dabei, die Krise zusammen mit der Bevölkerung zu überwinden. Es laufen Projekte für Ernährungssicherheit (Landwirtschaft und Einkommensförderung) sowie zur Friedensförderung.

    In Südafrika hat die politische Apartheid einer wirtschaftlichen Apartheid Platz gemacht. Auch vierzehn Jahre nach der Errichtung der Demokratie hat sich die Situation der Armen kaum verbessert. Die Bevölkerung in den Townships wird nicht kleiner und leidet unter enormer Armut, Gewalt und Ungleichheit.

    Die Arbeitslosenrate im Land beträgt vierzig Prozent, die meisten Arbeitslosen leben in den Townships. Mehrere Millionen Migrantinnen und Migranten – davon zwei bis drei Millionen aus Simbabwe – leben illegal oder legal im Land oder warten auf einen Status. In der Folge kommt es zu massiver fremdenfeindlich oder rassistisch motivierter Gewalt. Auch die Aidsepidemie fordert ihre Opfer: In gewissen Provinzen wie KwaZulu-Natal sind 25 Prozent der Bevölkerung HIV-positiv oder aidskrank.

    HEKS ist in Südafrika in folgenden drei Provinzen mit seine lokalen Partnerorganisationen aktiv: Johannesburg, Limpopo und KwaZulu-Natal.

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    Das Regionalprogramm gliedert sich in drei Schwerpunktthemen:

    1. Friedensförderung:
    Die Zivilbevölkerung wird gestärkt. Sie bekommt Unterstützung auf ihrem Weg hin zu einer pazifistischen Gesellschaft. Auf die Regierung wird Druck ausgeübt, damit sie sich wirksam für die Reduktion der Armut und die soziale Gerechtigkeit einsetzt.

    2. Ernährungssicherheit und ländliche Entwicklung:
    Benachteiligte Gemeinden in ländlichen Gebieten werden unterstützt, damit sie Zugang zu Land und staatlichen Dienstleistungen erhalten. Weiter erhalten Gemeinden und Einzelpersonen in ländlichen Gebieten die nötigen Kenntnisse und das Material, um ein würdiges Leben aufbauen zu können.

    3. Wissensvermittlung und Einkommensförderung (Schaffung von Arbeitsplätzen):
    Einzelpersonen, insbesondere Jugendliche, erhalten Unterstützung beim Erwerb von Kenntnissen, dank denen sie sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten können. Insbesondere Jugendliche werden unterstützt beim Aufbau eines Mikrounternehmens, das ihnen ein Mindesteinkommen garantiert.

    Wenn es die Umstände erfordern und die Rahmenbedingungen zulassen, können auch Projekte für humanitäre Hilfe durchgeführt werden.

  • HEKS-Nummer: 377.201
  • Programmsumme 2010:   CHF 1 224 000.-
http://www.zewo.ch/
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1