Verbesserung der Lebensbedingungen von marginalisierten Bevölkerungsgruppen
Regionalprogramm Westbalkan

Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus erlebte der Balkan tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Umwälzungen, die in zunehmendem Mass marginalisierte Bevölkerungsgruppen hervorbrachten und unterentwickelte Wirtschaftzweige hinterliessen. Die Bevölkerung konnte mit dem raschen Wandel oft nicht mithalten und die Staaten sind zu schwach, marginalisierte Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und funktionierende demokratische Strukturen aufzubauen.
HEKS setzt sich mit seinen Partnerorganisationen für diese ausgegrenzten Gruppierungen im Balkan ein. Neben direkter Hilfe werden die betroffenen Bevölkerungsgruppen befähigt und unterstützt, ihre Rechte einzufordern und sich für einen demokratischen Staat einzusetzen.Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:
In Albanien arbeitet HEKS vor allem an der Überwindung von direkter, struktureller und kultureller Gewalt: In einem Frauenhaus in Tirana werden Opfer häuslicher Gewalt beraten. Durch Kurse zum Berufseinstieg und ein Stellenvermittlungsbüro werden sie beim Finden einer Anstellung unterstützt. Zudem werden Kampagnen zum Thema Frauen- und Kinderrechte durchgeführt.
Das Gemeinschaftszentrum in Elbasan erlaubt es ausgegrenzten Kindern interner Migranten wie auch der Roma-Gemeinschaft die Schule zu besuchen. Erwachsene können durch die Teilnahme an verschiedenen Quartieraktivitäten aus der sozialen Isolation ausbrechen und die HEKS-Partnerorganisation «Voice of Roma Women» befähigt die Roma dazu, selbstbestimmt ihre Rechte wahrzunehmen.
In den Vorstädten Tiranas und Elbasans werden Jugendliche aus sozialen Problemquartieren durch soziale und berufliche Kurse dabei unterstützt, eine Anstellung zu finden und in ihren Quartieren konfliktprävention zu betreiben. Unterstützt werden die Jugendlichen durch die Alumni-Organisation «Profesionale Alternativa», einem Netzwerk von erfolgreichen Absolventen der sozialen und beruflichen Integrationskurse.
In Serbien hat HEKS zwei Arbeitsschwerpunkte: Einerseits werden die gesellschaftliche Integration und die Lebensbedingungen der Roma gefördert. Anderseits werden soziale Dienste aufgebaut. Geographisch fokussiert sich das Serbien-Programm 2009-2012 auf die Vojvodina.
HEKS unterstützt die BewohnerInnen von Roma-Slums bei der Sanierung ihrer Häuser und ermöglicht jugendlichen Roma eine berufliche Ausbildung. Im Weiteren unterstützt HEKS die ökumenische Hilfsorganisation Ecumenical Humanitarian Organisation (EHO) in Novi Sad beim Aufbau eines Betreuungsdienstes für Betagte und Kranke. Das Angebot beinhaltet einen Spitex-Dienst und ein Tageszentrum mit diversen Aktivitäten und Dienstleistungen.
Im Kosovo liegt der Programmschwerpunkt auf der sozialen und wirtschaftlichen Integration der Roma, Ashkali und Egypten (RAE-Gemeinschaften) und der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen: Dieses Ziel wird angestrebt durch Bildungsprojekte (Grundausbildung und Berufsausbildung), der Förderung von Einkommensmöglichkeiten, der Verbesserung der Wohnverhältnisse in den Romasiedlungen und Advocacyaktivitäten für die Bürgerrechtechte dieser marginalisierten Gruppen. Dabei fördert HEKS auch den Aufbau der Roma Organisation «Voice of Roma» und weiterer lokaler RAE-Basisorganisationen.
- HEKS-Nummer: 302.013
- Volumen Regionalprogramm 2012: CHF 1 221 000.-
HEKS Kommunikation
Projektdienst
8042 Zürich
Tel.: +41 44 360 88 95
E-Mail: projektdienst@heks.ch
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