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Die Kirche steht in der Verantwortung

500 Jahre nach der Reformation: Welche Rolle haben die reformierten Kirchen in Osteuropa und in der Schweiz in der heutigen Gesellschaft?

Bild: Keystone, Bastian Caro

Osteuropa-Tag am Samstag, 21. Januar 2017 im Kirchgemeindehaus Schwamendingen, Zürich

Mit István Szabó (Leitender Bischof der Reformierten Kirche in Ungarn), Andreas Zeller (Synodalratspräsident der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn) und Gästen aus Osteuropa und Italien

Die Reformation schaffte vor 500 Jahren jegliches religiöse Leistungsdenken ab: Allein der Glaube und die Gnade machen den Menschen vor Gott gerecht. Diese Freiheit des Glaubens führte bei den Reformationskirchen dazu, dass sie ihre Verantwortung gegenüber dem Nächsten und für die Gesellschaft neu entdeckten und im Verlauf der Jahrhunderte Entscheidendes zur Entwicklung des Sozialstaats beitrugen.

So übte Zwingli schon früh Kritik an den Kirchen und Klöstern, die Bettlern und Kranken nur halfen, um vor Gott besser dazustehen. Der Hunger und die wachsende Not der Armutsbetroffenen liessen sich seiner Meinung nach nicht mit Almosen oder Suppenküchen bekämpfen. Zwingli wollte die herrschende Armut an den Wurzeln packen und die politischen Verhältnisse ändern. So predigte er seine fortschrittlichen Ansichten nicht nur von der Kanzel; mit der Almosenordnung vom Januar 1525 setzte er sie in Zürich auch auf politischer Ebene durch. Durch die Verstaatlichung der Klöster waren Mittel für eine umfassende Armenpolitik vorhanden. Vom Rat eingesetzte Armenpfleger sorgten dafür, dass die Unterstützung der Bedürftigen ordnungsgemäss vonstatten ging. Zwinglis Initiative folgten im Verlauf der letzten 500 Jahre viele weitere Projekte und Einrichtungen, mit denen sich die reformierten Kirchen für Benachteiligte einsetzen.

Wo und wie die reformierten Kirchen auch heute noch, 500 Jahre nach der Reformation, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, ist Thema des Osteuropa-Tages 2017: István Szabó, der leitende Bischof der Reformierten Kirche in Ungarn, erzählt, wie seine Kirche im ehemaligen sozialistischen Staat ihre gesellschaftliche Rolle wiederentdeckte und wie sie diese heute wahrnimmt. Und Andreas Zeller, Synodalratspräsident der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn, zeigt auf, welche Rolle die grösste reformierte Landeskirche in der Schweizer Gesellschaft hat. In den Workshops besteht zudem die Gelegenheit, von HEKS-Partnern zu erfahren, wie sich die reformierte Kirche in Osteuropa und Italien konkret für die Gesellschaft einsetzt.

Programm

9.15

Eintreffen der Teilnehmenden

Kaffee, Tee und Zopf

10.00

Begrüssung durch Andreas Kressler, HEKS-Direktor

10.10

Einleitung

10.15

Referat von István Szabó, Leitender Bischof der Reformierten Kirche
in Ungarn

10.45

Pause

11.00

Referat von Andreas Zeller, Synodalratspräsident der Reformierten Kirche
Bern-Jura-Solothurn

11.30

Kurzpodium mit den Referenten

12.00

Mittagessen

13.15

Grussworte vom Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes
und von Peter Merz, HEKS-Bereichsleiter Ausland

13.40

Erster Workshop

14.30

Pause

14.40

Zweiter Workshop

15.30

Ende der Veranstaltung

Details zum Programm, den angebotenen Workshops und allgemeine Informationen:

 

Ort: Kirchgemeindehaus Schwamendingen, Stettbacherstrasse 58, 8051 Zürich.
Das Kirchgemeindehaus ist ab Zürich HB/Bahnhofstrasse mit dem Tram 7 (Richtung Bahnhof Stettbach) in 20 Minuten erreichbar. Haltestelle «Schwamendingerplatz».
Sprache: Referate und Workshops: Deutsch oder Englisch mit Übersetzung.
Anmeldung: Bis zum 6. Januar 2017
Tagungssekretariat: Yolanda Hug, HEKS Osteuropa-Tag, Postfach, 8042 Zürich
Tel. 044 360 88 62, E-Mail: yolanda.hug@heks.ch

Anmeldung

Die Anmeldefrist ist abgelaufen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an Yolanda Hug:

Tel. 044 360 88 62, E-Mail: yolanda.hug@heks.ch

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