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Die Hoffnung geht im Westen auf

Millionen von Menschen aus Osteuropa wollen Armut und Perspektivenlosigkeit hinter sich lassen

Roma-Familien aus Miskolc/Ungarn treffen im Empfangszentrum in Vallorbe VD ein, Oktober 2014. Foto Keystone, Andras D. Hajdu

28. Osteuropa-Tag am Samstag, 23. Januar 2016
im Kirchgemeindehaus Schwamendingen, Zürich

Mit Bernhard Odehnal (Osteuropa-Korrespondent des Tages-Anzeigers), Antoinette Killias (HEKS-Bereichsleiterin Inland) und Gästen aus Osteuropa

Die Menschen aus Osteuropa und dem Balkan migrieren Richtung Westen. In den vergangenen zehn Jahren hat pro Jahr durchschnittlich rund ein Prozent der Bevölkerung die Heimat verlassen. Und die Tendenz ist steigend. Beispielsweise verliessen allein im vergangenen Winter zwischen 50 000 und 100 000 Menschen den Kosovo. Das sind rund fünf Prozent der Bevölkerung.

Die Ursachen für die Migration aus Osteuropa sind überall dieselben: Es fehlt an wirtschaftlichen Perspektiven. Ob qualifiziert oder nicht, jung oder in der Lebensmitte – die Menschen finden kaum noch Arbeit. Und wenn sie eine Stelle haben, genügt der Lohn oft nicht, um überleben zu können. Die Jobangebote im Westen sind daher nur allzu verlockend, so dass die Menschen ihr Land verlassen, um ihr Glück anderswo zu suchen.

In den Dörfern in Osteuropa und im Balkan bleiben fast nur alte Menschen zurück. Viele Kinder, deren Eltern im Ausland arbeiten, werden von ihren Grosseltern oder andern Verwandten betreut. In gewissen Branchen wie dem Gesundheitswesen fehlen Fachkräfte.

Die meisten Menschen aus Osteuropa wandern in EU-Länder wie Frankreich, Italien, Deutschland oder Grossbritannien aus – in die Schweiz kommen nur wenige. Oft haben sie ein tiefes Ausbildungsniveau oder Abschlüsse, die in der Schweiz nicht anerkannt sind, so dass sie meist unqualifizierte Arbeiten verrichten. Eine Ausnahme bildet das Gesundheitswesen, wo wegen hohem Personalbedarf im Pflegebereich vermehrt auch Menschen aus Osteuropa oder dem Balkan eine Anstellung finden.

Der Osteuropa-Tag bietet Gelegenheit, sich vertieft mit den Ursachen und Konsequenzen der Migration in Osteuropa und dem Balkan auseinanderzusetzen. Der Osteuropa-Korrespondent des Tages-Anzeigers, Bernhard Odehnal, gibt einen Überblick über die Situation in Osteuropa und im Balkan. Die HEKS-Bereichsleiterin Inland, Antoinette Killias, erörtert, wie sich die Migration aus Osteuropa in der Schweiz auswirkt und wie HEKS die Integration von Menschen aus dem Ausland verbessert.

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