heks

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  • Entwicklung ländlicher Gemeinschaften

  • Südsudan

  • Die HEKS-Schwerpunktprovinz Central Equatoria liegt inmitten der einst erbittert umkämpften Regionen (Bürgerkrieg von 1982 bis 2005). Aufgrund des jahrzehntelangen Konflikts wurde die ohnehin spärliche Infrastruktur zum grossen Teil zerstört. Hunderttausende von Menschen wurden aus ihren Dörfern vertrieben und zudem wurden Minen gelegt, welche die Rückkehr der Vertriebenen erschweren. Während der langen Kriegsjahre im Südsudan leistete HEKS vor allem Unterstützung im humanitären Bereich. Die Unterzeichnung des Friedensabkommens im Jahr 2005 ermöglichte es der Zivilgesellschaft, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Am 9. Juli 2011 erklärte sich der Südsudan offiziell für unabhängig. Zurzeit kehren Hundertausende Menschen aus dem Exil zurück.

    HEKS unterstützt fünf südsudanesische Nichtregierungsorganisationen in Central Equatoria beim Aufbau und der Rehabilitation ihrer Dörfer.

    Es fehlt jedoch die Basisversorgung in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung,  Landwirtschaft und Veterinärmedizin. Der Krieg hatte zur Folge, dass mehrere Generationen kaum Zugang zu Schul- und Berufsbildung erhalten haben. Vielen Erwachsenen und Jugendlichen fehlt heute jegliche Bildung, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

    Familien auf dem Land sind häufig auf verschmutzte, unsichere und weit abgelegene Wasserquellen angewiesen. Aus ungeschützten Quellen, Flüssen oder Bächen und sogar Pfützen schöpfen die Menschen das Wasser zum Trinken. Im trockenen Tiefland fällt Regen nur spärlich und vor allem unregelmässig. Deshalb gibt es weder genügend Oberflächen- noch Grundwasser. Zudem sind die Wechsel zwischen langen Dürreperioden und abrupten sintflutartigen Wolkenbrüchen unvorhersehbar und heimtückisch.

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    • Wasserversorgung: HEKS stellt sicher, dass in mehr als zehn Dörfern die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gewährleistet ist. Geplant sind neue Bohrungen, die Reparatur von beschädigten Handbrunnen sowie der Schutz von Quellen. Gleichzeitig werden in den Dörfer so genannte Wasser-Komitees gegründet, welche für die Bewirtschaftung der Wassersysteme verantwortlich sind. Damit wird die Verantwortung in die Hände jener Frauen und Männer gelegt, die das System benutzen.

    • Bildung und Friedensförderung: Südsudanesische Frauen, Männer und Jugendliche absolvieren Kurse in Alphabetisierung, Berufsbildung und Friedensförderung. Ziel ist ein harmonisches Zusammenleben von Menschen, welche dank dieser Kurse befähigt sind, sich ein Einkommen zu erwirtschaften und ihre Familien zu ernähren.

    • Landwirtschaft, Fisch- und Viehzucht: Südsudanesische Bauernfamilien können dank naturnaher Landwirtschaft, Fisch- und Viehzucht zwei Mahlzeiten pro Tag essen und mittels Verkauf von Produkten ein kleines Einkommen erwirtschaften, welches für die Verbesserung der Gesundheit und die Einschulung ihrer Kinder eingesetzt wird.

    • Capacity Building: Ein weiterer wichtiger Teil der Unterstützung durch HEKS ist die Weiterbildung der Verantwortlichen der Partnerorganisationen im Südsudan, so dass sie als Verbindungsglied zwischen der Zivilgesellschaft und den Behörden auftreten können. Mehrmals jährlich werden Erfahrungen und Erfolge unter den Partnerorganisationen ausgetauscht. So trägt HEKS nicht nur dazu bei, dass die Lebensstrategien der Bevölkerung gestärkt werden, sondern auch dazu, dass die Frauen und Männer im Südsudan zu ihrem Recht auf Nahrung, Wasser, Bildung, Gesundheit und Sicherheit kommen.
  • HEKS-Nummer: 377.400
  • Programmsumme 2016:   CHF 1 545 000.-

Zur Nothilfe für Südsudan

HEKS richtet seine Arbeit in Südsudan neu aus
19. Januar 2017

Angesichts des wieder aufgeflammten Bürgerkrieges und der Ausweitung der Kampfhandlungen auf die Region von Yei sieht sich HEKS aus Sicherheitsgründen gezwungen, einen Grossteil seiner Projekte zur Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im Südsudan auszusetzen. Stattdessen ist HEKS daran, seine Anstrengungen in der humanitären Nothilfe zu Gunsten der notleidenden Bevölkerung und der zivilen Opfer des Konflikts zu verstärken. In diesem Zusammenhang wurde ein neues Koordinationsbüro in der Hauptstadt Djouba eröffnet.

Folgende EZA-Projekte sind bis auf Weiteres sistiert: 774.347 (ASTAD), 774.349 (MDO), 774.354 (SSUHA - Water Consortium).

Folgendes EZA-Projekt wurde beendet:  774.350 (ACORD)

Folgendes EZA-Projekt wird fortgeführt: 774.356 (ACORD)

 
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