heks

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  • Bekämpfung der Armut durch ländliche Entwicklung und Stärkung von Minderheiten.

  • Landesprogramm Bangladesch

  • Bangladesch erlangte 1971 seine Unabhängigkeit. Trotz Wirtschaftswachstum und wichtigen sozialen Fortschritten, beispielsweise im Gesundheits- und Bildungsbereich, leidet das Land bis heute unter politischer Instabilität und Korruption. Die geographische Lage von Bangladesch im grössten Flussdelta der Welt, nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, macht das Land zudem anfällig für Überschwemmungen. Auch wird es regelmässig von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Dies ist umso dramatischer, als Bangladesch eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt ist. Mit diesen ungünstigen Voraussetzungen gehört Bangladesch zu den ärmsten Ländern überhaupt. Über 30 Prozent der Bevölkerung müssen mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen.

    Die Unterstützung von HEKS richtet sich an soziale, ethnische und religiöse Minderheiten, die es in diesem Land besonders schwer haben. Im Rahmen des Landesprogramms zielen die einzelnen Projekte auf die Ernährungssicherung und Verbesserung des Einkommens einerseits und die Förderung von Gleichheit und Gerechtigkeit für marginalisierte Minderheiten andererseits ab. Die Bildung und der Aufbau von Kompetenzen der benachteiligten Menschen sind weitere wichtige Themen. Daneben leistet HEKS auch Not- und Aufbauhilfe nach Naturkatastrophen.

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    Um die Lebensumstände der Ärmsten in Bangladesch nachhaltig zu verbessern, konzentriert sich HEKS auf zwei Schwerpunkte:

    1. Ländliche Entwicklung: Die Förderung von nachhaltigen landwirtschaftlichen Nutzungsmethoden, ergänzt durch Kleinviehhaltung und Gemüsegärten, sichert den Familien ihre Ernährung. Spezialisierte Partnerorganisationen unterstützen die landlosen ArbeiterInnen beim Zugang zu – wenn möglich eigenem – Land, das ihnen und ihrer Familie genügend Nahrung garantiert. Der Aufbau von innovativem Kleingewerbe und vor allem die gezielte Einbindung in lokale und regionale Wertschöpfungsketten ermöglichen es den Familien, ihr Einkommen zu steigern.

    2. Konflikttransformation: Bildung, Ausbildung und Kompetenzen der ländlichen Bevölkerung werden gefördert, DorfbewohnerInnen nehmen aktiv an der Dorfpolitik teil und Basisorganisationen werden aufgebaut und untereinander vernetzt. Durch die Einbettung in lokale und regionale Wertschöpfungsketten einerseits und die Sensibilisierung der Gesellschaft und der Behörden bezüglich der Anliegen und Rechte der Minderheiten andererseits wird deren soziale Integration gefördert. Dieser Prozess wird auf lokaler und nationaler Ebene zusätzlich unterstützt, indem durch Lobbyarbeit und Anwaltschaft Behörden und Ministerien systematisch in die Pflicht genommen werden.
  • HEKS-Nummer: 361.000
  • Programmsumme 2016:   CHF 1 109 000.-
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1