heks

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  • Nachhaltige Entwicklung mittels diversifizierter Landwirtschaft und der Stärkung ländlicher Gemeinschaften

  • Landesprogramm Kambodscha

  • Das HEKS-Landesprogramm unterstützt in Kambodscha Projekte von lokalen Partner­organisationen in sechs Provinzen. Sie alle beabsichtigen die Verbesserung der Ernährungssicherung, die Förderung der ländlichen Entwicklung und die Stärkung der Selbstbestimmung der ländlichen Bevölkerung.

    In Kambodscha stellt die Landflucht ein grosses Problem dar. Weil junge Menschen auf dem Land keine bezahlte Arbeit finden, wandern sie zunehmend in die urbanen Zentren ab. Folglich fehlt ihre Arbeitskraft in den Dörfern. Die HEKS-Projekte leisten einen Beitrag dazu, dass Beschäftigungsmöglichkeiten und potentielle Einkommensquellen in den ländlichen Gebieten generiert werden. Ein Bestandteil davon ist die Sicherung des Wasserzugangs für die Landwirtschaft durch den Bau von Bewässerungskanälen zu den abgelegenen Dörfern.

    Gleichzeitig ist die Ausbildung in allen Projekten zentral. Die Bevölkerung ­Kambodschas ist sehr jung und eine gute Bildung und Sensibilisierung ermöglichen eine geschütztere Arbeitsmigration.

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    Ziel des HEKS-Landesprogramms ist es, in den Projektregionen das Recht auf ­Nahrung sicherzustellen. Dazu braucht es eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge. Da Infrastrukturen wie Bewässerungsanlagen in Kambodscha weitgehend fehlen, sind die meisten Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bisher auf den Regen ­angewiesen. Doch seit einigen Jahren leiden die Bauernfamilien unter dem Klimawandel: Auf grosse Trockenheit folgte heftiger Regen, verheerende Überschwemmungen waren die Folge. HEKS unterstützt darum den Bau von Be- und Entwässerungskanälen, sodass unter anderem zwei Reisernten pro Jahr stattfinden können.
    Gleichzeitig fördert HEKS die Schulung der lokalen Bäuerinnen und Bauern in nachhaltiger Bodenbewirtschaftung und integrierter agro-ökologischer Landwirtschaft. In einem kleinen Landwirtschaftszentrum in Prey Veng lernen diese, wie naturnah produziert und ohne Einsatz chemischer Mittel eine gute Ernte erzielt werden kann.

    Ausserdem unterstützt HEKS ein lokales Agrarforschungszentrum, das mit sich mit der Entwicklung von resistenterem und besser an die lokalen Bedingungen angepasstem Saatgut beschäftigt.
    Politisch befindet sich Kambodscha in einem fortgeschrittenen Stadium der Dezentralisierung. Gefässe der politischen Teilhabe wurden geschaffen, doch diese werden von der lokalen Bevölkerung aufgrund fehlenden Wissens oder Vertrauens kaum genutzt. Mittels partizipativen Dorfplanungsprozessen fördert HEKS den Dialog zwischen den Behörden und den Bäuerinnen und Bauern. Ziel ist es, die Lokalbevölkerung darin zu bestärken, ihre Entwicklung künftig mitzubestimmen und die Rechenschaftspflicht der Regierung einzufordern.

  • HEKS-Nummer: 365.200
  • Programmsumme 2016:   CHF 1 252 000.-
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1