heks

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  • Lebendige Kirche mit sozialer Verantwortung

  • Landesprogramm Rumänien

  • Obwohl Rumänien seit 2007 Mitglied der EU ist, kommt die wirtschaftliche Entwicklung nur schleppend voran. Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Stadt und Land sind gross. Ländliche Gebiete sind besonders stark von der ­Abwanderung und Überalterung der Bevölkerung betroffen.

    Der langjährige Partner von HEKS ist die Reformierte Kirche in Rumänien (RKR), die vor allem im ländlichen Siebenbürgen präsent ist. Die RKR verfügt in den beiden Kirchenbezirken Oradea und Cluj-Napoca über insgesamt 530  000 Mitglieder. In kleinen Dörfern ist die RKR oft die einzige offizielle Institution. Über diakonische Aktivitäten nimmt sie auch soziale Verantwortung in der Gesellschaft wahr.

    Seit 2001 hat die Diakonie der RKR einen Spitexdienst in fünf Regionen Siebenbürgens aufgebaut, dessen Angestellte zurzeit in rund 130 Ortschaften alte und pflegebedürftige Menschen betreuen. Dieser kosteneffiziente Dienst, der alten Leute erlaubt, möglichst lange zu Hause zu leben, soll weiter ausgebaut werden. Mit einem Frauenhaus und einer Beratungsstelle für Opfer von häuslicher Gewalt in Brasov ist die RKR in einem Feld aktiv, das in Rumänien tabuisiert wird. Eine weitere Anlaufstelle soll in Oradea aufgebaut werden.

    Ein Schwerpunkt des HEKS-Programmes in Rumänien ist auch die soziale Integration von Roma. Im Vordergrund stehen dabei die Förderung der Bildung, Verbesserung des Zuganges zum Gesundheitswesen, zu Arbeit und Einkommen. Projektregionen sind Mures, Cluj und Bihor.

    Damit die RKR auch in Zukunft eine lebendige Kirche ist, braucht sie Unterstützung. Mit einem Weiterbildungsangebot sollen Pfarrerinnen und Pfarrer in ihrer Aufgabe gestärkt werden. Grossen Unterstützungsbedarf gibt es auch beim Unterhalt von kirchlichen Bauten. Mit Hilfe von HEKS sollen Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäuser in strategisch wichtigen Kirchgemeinden renoviert werden können. 

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    • In 130 Dörfern in Siebenbürgen führt die Diakonie einen Spitexdienst, ­kontinuierlich kommen neue Dörfer dazu.
    • Spitex-Schwestern leisten medizinische, soziale und hauspflegerische Hilfe.
    • Opfer von häuslicher Gewalt erhalten Beratung und es wird ihnen dabei geholfen, aus dem Kreis der Gewalt auszubrechen und ein neues Selbstbewusstsein aufzubauen. Als Sofortmassnahme und zum Schutz finden sie Unterschlupf in einem Frauenhaus. Die bestehende Beratungsstelle und das Frauenhaus in Brasov werden weitergeführt. In Oradea wird ein entsprechendes Angebot aufgebaut.
    • In 20 siebenbürgischen Dörfern erhalten Roma-Kinder Ergänzungsunterricht.
    • Damit Pfarrerinnen und Pfarrern den vielfältigen Anforderungen ihrer ­Arbeit gewachsen sind, braucht es regelmässige Weiterbildungen. Für die 400 Pfarrerinnen und Pfarrer der RKR wird deshalb ein Weiterbildungs­angebot aufgebaut.
    • 12 kirchliche Gebäude in strategisch wichtigen Kirchgemeinden werden renoviert. 
  • HEKS-Nummer: 394.200
  • Programmsumme 2016:   CHF 414 000.-
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1