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  • Diakonisches Zentrum für Bedürftige in Transkarpatien

  • Ukraine, Transkarpatien, Beregszasz

  • Transkarpatien ist eine Randregion mit extremen Lebensbedingungen. Sie liegt im äussersten Südwesten der Ukraine und ist rund 800 Kilometer von der Hauptstadt Kiew entfernt. Der ukrainische Staat kümmert sich wenig um diese abgelegene ­Region, in der ein grosser Teil der Bevölkerung Ungarisch spricht. Rund dreissig ­Prozent der Bevölkerung Transkarpatiens leben unter dem Existenzminium, das ohnehin sehr tief angesetzt ist. Die Arbeitslosenquote beträgt offiziell 60 Prozent, dürfte aber real noch höher sein. Zu Sowjetzeiten unterhielt die Armee einen Atomwaffenstützpunkt in der Region, der eine mögliche Ursache für die überdurchschnittlich vielen Kranken sein könnte. Die Gesundheitsversorgung ist sehr schlecht, sodass diejenigen, die die finanziellen Möglichkeiten dazu haben, sich in Ungarn medizinisch behandeln lassen.

    Die Reformierte Kirche in Transkarpatien setzt sich in dieser schwierigen ­Situation für Arme, alte Menschen und ledige Mütter ein. Das Diakonische Zentrum in Beregovo/Beregszasz unterstützt diese Gruppen mit verschiedenen Projekten.

    Ziele:

    • 280 arme Menschen und 50 Kinder erhalten täglich eine Suppe und ein Laib Brot.
    • Das Diakonische Zentrum verteilt gebrauchte Kleider und andere Hilfsgüter an die Bedürftigsten.
    • 16 ledige Mütter haben mit ihren Kleinkindern ein Zuhause und werden betreut.
    • 23 alte und pflegebedürftige Menschen haben einen Platz im Altersheim.

    Aktivitäten:

    Das Diakonische Zentrum (DCO) in Beregszasz hat sich zu einer wichtigen Anlauf­stelle entwickelt, in der mittellose Menschen unabhängig von ihrer religiösen ­Ausrichtung Hilfe erhalten. Die Suppenküche verteilt täglich eine warme Mahlzeit und einen Laib Brot an bedürftige Menschen. Dank dem zentrumseigenen Landwirtschaftsbetrieb können Früchte, Gemüse und Fleisch zum grössten Teil selber produziert und kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Auch das Brot wird in der eigenen Bäckerei gebacken.

    Im Frühsommer 2013 wurde ein Heim für ledige Mütter eröffnet. Dadurch erhalten jungen Frauen die Möglichkeit, ihre Kinder in einem sicheren Umfeld aufzuziehen. Oft werden diese in ihren Dörfern ausgegrenzt oder beenden eine Schwangerschaft durch Abtreibung.

    Alte und pflegebedürftige Menschen finden im 2010 eröffneten Altersheim eine gute Betreuung. Sie wären sonst auf sich alleine gestellt, weil die jüngeren Generationen auf der Suche nach Arbeit in andere Regionen und Städte ausgewandert sind.

  • HEKS-Nummer: 951.308
  • Projektsumme 2016:   CHF 75 000.-
  • Finanzierungspartner: Otto per Mille, Waldenser
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1