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Mit Improvisation die Not lindern

Während der militärischen Auseinandersetzungen in Gaza im Sommer 2014 wurden zahlreiche Gebäude sowie öffentliche Infrastrukturen schwer beschädigt. Auch rund ein Jahr danach ist der Wiederaufbau der zerstörten Stadtteile und Häuser noch kaum in Gang gekommen. Die Versorgungslage der Bevölkerung ist weiterhin prekär. HEKS führt deshalb seine Nothilfe für bedürftige Familien fort und setzt dabei in der zweiten Projektphase vor allem auf die Jugend von Gaza.

Die von Israel weiterhin aufrecht erhaltene Blockade des Gazastreifens hat bisher einen Wiederaufbau der zerstörten Infrastrukturen weitgehend verhindert. So konnte etwa das im Zuge der israelischen Militäroffensive zerstörte einzige Kraftwerk in Gaza bisher nicht wieder in Betrieb genommen werden. Längere Stromausfälle sind deshalb nach wie vor an der Tagesordnung. Aber auch viele Wohnhäuser sind noch immer nicht bewohnbar, weil es als Folge der anhaltenden Blockade an Baumaterial fehlt.

Während des sehr harten Winters 2014/2015 hatten HEKS und seine lokale Partnerorganisation «Cultural and Free Thought Association» (CFTA) auf die Unterstützung von Familien fokussiert. 600 von ihnen waren mit Decken und Plastikplanen zur behelfsmässigen Abdichtung ihrer Unterkünfte gegen Wind und Regen versorgt worden. Zudem hatten rund 400 besonders bedürftige Familien Gutscheine zum Einkauf von Lebensmitteln erhalten.

Fehlende Perspektiven

Ein grosses Problem sind die fehlenden Zukunftsperspektiven für die junge PalästinenserInnen-Generation in Gaza: Dies gilt auch für jene Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine gute Ausbildung vorweisen können. Angesichts einer Jugendarbeitslosenquote von 70 Prozent, der andauernden Abhängigkeit von humanitärer Hilfe und dem Gefühl, selber nichts an der schwierigen Lebenssituation ändern zu können, macht sich Hoffnungslosigkeit breit. Viele junge Menschen verlieren das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.

HEKS fördert deshalb ein von CFTA initiiertes Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene aus dem südlichen Gazastreifen. Ziel des Projektes ist es, diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen darin zu unterstützen, mit den vorhandenen, bescheidenen Mitteln und ihren eigenen handwerklichen und intellektuellen Fähigkeiten die Situation in kriegsbetroffenen Quartieren zu verbessern.  

Notbeleuchtung mit alten Autobatterien

Unter Anleitung einer lokalen Fachkraft wird von den Jugendlichen zunächst eine detaillierte Bedürfnisanalyse erstellt zur Definition der vordringlichen Handlungsfelder für eigene Initiativen. In einer früheren Pilotphase wurden zum Beispiel aus alten Autobatterien Beleuchtungen hergestellt, welche am Abend über die Zeiten ohne Elektrizität hinweghelfen. Auf diese Weise können die Jugendlichen etwa abends auch bei Stromausfällen ihre Schulaufgaben erledigen. In einem nächsten Schritt sollen auch realistische ökonomische Perspektiven für die Jugendlichen entwickelt werden. Insgesamt sollen rund 400 Jugendliche in Eigenregie 15 Initiativen entwickeln und durchführen.

 

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Juli 2015

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