heks

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  • Förderung der lokalen Entwicklung

  • Landesprogramm Haiti

  • Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Schätzungen zufolge leben 80 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, 54 Prozent davon in extremer Armut. Mehr als sechs der acht Millionen HaitianerInnen können ihre Grundbedürfnisse nicht befriedigen und haben beispielsweise keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung. Über die Hälfte der Bevölkerung ist arbeitslos.

    Ursachen für die prekäre Situation des Landes sind politische Instabilität, schlechte Regierungsführung und Vernachlässigung von öffentlichen Investitionen. Im Weiteren führen die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise zu einer anhaltend sinkenden Kaufkraft der Konsumenten und wirtschaftlichem Rückgang.

    Immer wieder erschüttern auch Naturkatastrophen das Land und vereiteln die Anstrengungen der ProduzentInnen zur Ernährungssicherung. Insbesondere das Erdbeben vom Januar 2010 hatte für zahlreiche Menschen auf Haiti verheerende Folgen. Ein grosser Teil der Infrastruktur wurde zerstört und es sind gewaltige Wiederaufbauarbeiten erforderlich.
    Ziel der HEKS-Projekte auf Haiti ist die Unterstützung der landwirtschaftlichen Produktion. Durch die Übertragung der Verantwortung an die ländlichen Gemeinschaften wird eine selbstständige und bedürfnisgerechte Entwicklung gefördert.

    Ausserdem beteiligt sich HEKS an der Soforthilfe und am Wiederaufbau der durch das Erdbeben von 2010 zerstörten Gebäude und der Infrastruktur.

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    Ernährungssicherung und Entwicklung ländlicher Gemeinschaften:
    In Zusammenarbeit mit regionalen Nichtregierungsorganisationen hilft HEKS, landwirtschaftliche Produktionsketten mit hoher Wertschöpfung aufzubauen. Dies erfolgt durch Verbesserungen in der Produktion, Weiterverarbeitung und Vermarktung, zum Beispiel von Kaffee, Früchten und Kakao.
    Somit verhilft HEKS den ländlichen Gemeinschaften zu zusätzlichen finanziellen Mitteln, mit denen sie ihre Grundbedürfnisse, insbesondere im Bereich Bildung, befriedigen können.

    Unterstützung der Regierungsführung auf lokaler Ebene:
    Um die lokalen Entwicklungspläne umsetzen zu können, setzt HEKS auf ein Partnerschaftsmodell zwischen lokalen Behörden, örtlichen Gemeinschaften und Entwicklungsorganisationen.

    Friedensförderung und Verhinderung von Konflikten:
    Ziel des Programms ist die Einbindung der Konfliktprävention in die geplanten Massnahmen und somit die Partner dafür zu sensibilisieren, wie sie bei Landstreitigkeiten oder Familienkonflikten vermitteln können.

    Humanitäre Hilfe:
    Bei Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Erdbeben leistet HEKS Soforthilfe für die Opfer und unterstützt sie in der nachfolgenden Phase des Wiederaufbaus. Der Fokus wird dabei auf Vorbeugungsmassnahmen im Hinblick auf weitere Naturkatastrophen gelegt.

  • HEKS-Nummer: 383.001
  • Programmsumme 2016:   CHF 1 815 000.-
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1