Medienmitteilung vom 18. Mai 2018

Den Rohingya in den Flüchtlingscamps in Bangladesch droht eine Monsun-Katastrophe

Knapp 700'000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya sind nach gewalttätigen Übergriffen des burmesischen Militärs im August 2017 aus ihrer Heimat ins Nachbarland Bangladesch geflohen. An eine Rückkehr nach Myanmar ist gegenwärtig nicht zu denken. Zudem steht der heftige Sommermonsun bevor: In den Flüchtlingslagern drohen deswegen Überschwemmungen und Erdrutsche. HEKS leistet seit September 2017 zusammen mit seiner Partnerorganisation «Christian Aid» (CA) Nothilfe im Flüchtlingslager Jamtoli. Das Projekt wird auch von der «Glückskette» unterstützt.

Den Rohingya in den Flüchtlingscamps in Bangladesch droht eine Monsun-Katastrophe
ACT/Paul Jeffrey

Bereits jetzt regnet es in Bangladesch, aber der starke Sommermonsun steht noch bevor. Allein im Juli erwartet die Rohingya in den überfüllten Flüchtlingslagern so viel Regen, wie er in der Schweiz während eines ganzen Jahres fällt. Viele der Hütten aus Plastikplanen werden dann den Flüchtlingen keine trockene Unterkunft bieten können. «Da der Grossteil der Fläche mit Hütten überbaut ist, kann der Boden die grossen Wassermengen kaum aufnehmen. Die unbefestigten Fusswege werden sich in Flüsse verwandeln, die terrassierten Hänge erodieren und im schlimmsten Fall abrutschen», sagt Sebastian Zug, bei HEKS verantwortlich für das Nothilfe-Projekt im Flüchtlingscamp Jamtoli.

Hohes Gesundheitsrisiko

Das Leben in den Camps wird mit den heftigen Regenfällen auch zu einem grossen gesundheitlichen Risiko, denn viele Latrinen drohen überschwemmt zu werden, wodurch sich Krankheiten rasch ausbreiten können. Sehr problematisch sind vor allem die provisorischen Latrinen, die zu Beginn der Flüchtlingskrise gebaut wurden. Zwar wurden bereits viele neuere und bessere Toiletten gebaut, aber viele der provisorischen Toiletten werden weiterhin genutzt. «Die Tanks der Toiletten könnten überflutet oder durch Erosion freigelegt werden, wodurch die Fäkalien ins Oberflächenwasser gelangen würden – mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Gesundheit der Rohingya», erklärt Sebastian Zug. HEKS sorgt dafür, dass defekte Toiletten ausser Betrieb genommen werden und der Fäkalschlamm fachgerecht entsorgt wird, bevor diese wieder gefahrlos benutzt werden können. Zusätzlich wird ein Müllentsorgungssystem für das gesamte Camp aufgebaut, es werden Hygieneschulungen durchgeführt und Hygieneartikel verteilt.
Monsun bedroht Rohingya in Bangladesch
Nothilfe
Flüchtlingskrise in Bangladesch

Den verfolgten Rohingya in den Flüchtlingscamps in Bangladesch droht eine Monsun-Katastrophe, HEKS baut seine Nothilfemassnahmen aus und ist auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Bau von Gemeinschaftsküchen

Zusätzlich baut HEKS 52 Gemeinschaftsküchen. Dort werden sich 1300 Familien täglich zwei warme Mahlzeiten kochen können. Auf diese Weise wird das Brandrisiko durch offene Feuerstellen vermindert und das grossflächige Abholzen der Wälder rund um das Flüchtlingscamp eingeschränkt. Die Gemeinschaftsküchen dienen während der Regenfälle zudem als sicherer Unterstand.

Insgesamt stellt HEKS für den weiteren Ausbau seiner Nothilfe zu Gunsten der verfolgten Rohingya 700'000 Franken zur Verfügung.

HEKS-Spendenkonto: 80-1115-1, Vermerk «Nothilfe Rohingya Bangladesch»

Dieter Wüthrich
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Dieter Wüthrich

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Mobile: 076 461 88 70
E-Mail: dieter.wuethrich@heks.ch

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