Medienmitteilung vom 26. April 2023

Der Zusammenschluss mit Brot für alle ist geglückt

HEKS hat das erste Jahr seit der Fusion mit Brot für alle sowohl organisatorisch wie finanziell erfolgreich abgeschlossen. Die Jahresrechnung per Ende 2022 ergab einen Ertrag von 114 Mio. Franken (plus 15,4 Prozent) und ein Betriebsergebnis von 5,8 Mio. Franken. Die grosse Unterstützung von institutionellen Geldgebenden, Bevölkerung und Kirchen für die Ukraine und die von dort in die Schweiz geflüchteten Menschen erklärt den grössten Teil des Rekordergebnisses.

Nach der juristischen Fusion von HEKS und Brot für alle im November 2021 hat das neu konstituierte «Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz» (HEKS) im Januar 2022 seine operative Tätigkeit aufgenommen. Der Zusammenschluss ist gut gelungen; vor allem mit der Verknüpfung von Entwicklungspolitik und Programmarbeit im In- und Ausland konnten wertvolle Synergien geschaffen werden.

Mit der neuen Strategie fokussiert HEKS auf die vier Schwerpunkte «Klimagerechtigkeit», «Recht auf Land und Nahrung», «Flucht und Migration» sowie «Inklusion». Oberstes Ziel ist ein systemischer Wandel auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene – in der Schweiz und weltweit. Wichtige Eckpfeiler bleiben die Humanitäre Hilfe sowie die Ökumenische Kampagne, die HEKS weiterhin mit «Fastenaktion» umsetzt.

Mann mit dem Rücken zum Bild vor zerstörten Gebäuden
HEKS/Hajdú D. András

Sehr gutes Jahresergebnis

Die Jahresrechnung 2022 zeigt, dass die Fusion auch auf finanzieller Ebene erfolgreich verlaufen ist. Sie schloss mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 Prozent höheren Betriebsertrag von 114 Mio. Franken und einem Aufwand von 108.1 Mio. Franken. Daraus resultierte ein operatives Betriebsergebnis von 5,8 Mio. Franken, das grösstenteils bestehenden Fonds im In- und Ausland zugewiesen wurde.

Insgesamt setzte HEKS 2022 93,2 Mio. Franken für 303 Projekte im Ausland und in der Schweiz ein. Mit 17,8 Mio. Franken wurden Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa unterstützt. Weitere 2,3 Mio. Franken kamen der kirchlichen Zusammenarbeit in Osteuropa und im Nahen Osten zugute. Und für 29,3 Mio. Franken – fast doppelt so viel wie im Vorjahr – leistete HEKS weltweit humanitäre Hilfe in Konfliktgebieten und nach Naturkatastrophen. Diese starke Zunahme ist vor allem auf den Krieg in der Ukraine und dessen katastrophale Folgen zurückzuführen.

In der Schweiz setzte HEKS 31,9 Millionen Franken ein: 18,7 Mio. Franken für Projekte zur Förderung der Integration von sozial benachteiligten Menschen und 11,8 Mio. für die Rechtsberatung von Asylsuchenden, anerkannt Geflüchteten und weiteren Zielgruppen. Der Anteil der Verwaltungskosten am Gesamtaufwand blieb trotz deutlich höherem Aufwand mit 14,9 Mio. Franken gleich hoch wie im Vorjahr.

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Lorenz Kummer
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