Medienmitteilung vom 17. Juni 2017

Ein Jauchzer der Solidarität aus dem Herzen der Bundeshauptstadt

Zum krönenden Abschluss der von HEKS lancierten Kampagne «Farbe bekennen» fand am nationalen Flüchtlingstag vom 17. Juni ein urchig-urbanes Älplerfest im Herzen der Bundeshauptstadt statt. Der Bahnhofsplatz in Bern stand dabei ganz im Zeichen schweizerischer Traditionen: Bekannte Schweizer Persönlichkeiten und Flüchtlinge zeigten, was sie als Schwingerin, Jodler, Fahnenschwingerin und Alphornbläser in den letzten sechs Wochen gelernt haben – und bekannten gemeinsam mit rund 700 Festbesucherinnen und -besuchern Farbe für eine Schweiz, die den interkulturellen Dialog pflegt und Solidarität mit Flüchtlingen lebt.

Zusammen mit über 130 Partnerorganisationen hat HEKS in den vergangenen sechs Wochen mit der Kampagne «Farbe bekennen» die Schweizer Bevölkerung zur Solidarität und Offenheit gegenüber Menschen auf der Flucht aufgerufen und dazu beigetragen, Brücken der interkulturellen Verständigung und der Toleranz zu bauen. So haben sich unter kundiger Anleitung des zweifachen Schwingerkönigs Ernst Schläpfer, der Alphorn-Virtuosin Eliana Burki und der Jodlerin Barbara Berger bekannte Schweizer Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Showbusiness und Sport gemeinsam mit Flüchtlingen in verschiedenen Workshops in die Kunst dieser typischen Schweizerischen Disziplinen einweihen lassen. Denn zur Schweiz gehören nicht nur ihre humanitäre Tradition und ihre solidarische Bereitschaft, Menschen in Not Schutz und Zuflucht zu gewähren, sondern auch Jodeln, Schwingen, Alphorn spielen und Fahnenschwingen.
Ein Jauchzer der Solidarität aus dem Herzen der Bundeshauptstadt
Sabine Buri
Ein Fest der Solidarität, Menschlichkeit und Offenheit
Sabine Buri

Ein Fest der Solidarität, Menschlichkeit und Offenheit

Das Älplerfest am Flüchtlingstag bot den Teilnehmenden der Workshops die Gelegenheit, das Gelernte den Festbesucherinnen und Festbesuchern vorzuführen – und ermöglichte wertvolle Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen. So wagten sich am Nachmittag denn auch spontan einige Wagemutige ins Sägemehl und machten mit den Flüchtlingen einen Hosenlupf. «Sport ist das beste Mittel, um sich zu integrieren und sich mit Einheimischen zu treffen», sagte der Schwingerkönig Ernst Schläpfer. Und Ständerätin Pascale Bruderer, die dem Publikum gemeinsam mit den Flüchtlingen eine Kostprobe ihrer Fahnenschwingkünste zum Besten gab, wies darauf hin, dass eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen auch Offenheit der einheimischen Bevölkerung voraussetzt: «Eine menschliche Schweiz nimmt die Menschen so, wie sie sind. Sie gibt ihnen Perspektiven und nutzt ihr Potenzial.»

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried betonte: «Flüchtlinge sind vor allem eines: Menschen. Sie sehnen sich nach einem Zuhause, nach einer Umgebung, die offen ist für sie, die sie akzeptiert. Sie sehnen sich nach Zugehörigkeit, nach Familie, einem normalen Leben. Sie wünschen sich Sicherheit, Geborgenheit, sie haben genau die gleichen Bedürfnisse wie wir. Wir sollten uns darum nicht von Ängsten leiten lassen, sondern von Offenheit. Die Würde eines jeden Menschen sollte immer im Zentrum unserer Überlegungen stehen. Deshalb ist es heute wichtig, Farbe zu bekennen für eine menschliche Schweiz. Ich hoffe, dass etwas von dem Geist, der heute auf diesem Platz geherrscht hat, weiterleben wird.»

Impressionen aus Bern

Das Engagement für Flüchtlinge geht weiter

Die Kampagne «Farbe bekennen für eine menschliche Schweiz» ist mit dem Älplerfest zu ihrem Abschluss gekommen. Das Engagement für Flüchtlinge indessen geht weiter: Auf der Plattform www.engagiert.jetzt finden sich zahlreiche Möglichkeiten für Begegnungen zwischen Menschen auf der Flucht und der Schweizer Bevölkerung. Non-Profit-Organisationen, die sich für Flüchtlinge engagieren, können ihre Angebote einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren; und Personen, die sich ehrenamtlich engagieren und so ihren ganz persönlichen Beitrag für eine menschliche Schweiz leisten möchten, finden ein breites Angebot an Einsatzmöglichkeiten. Bekennen wir gemeinsam Farbe für eine menschliche Schweiz – Flüchtlinge brauchen unsere Offenheit, Solidarität und Menschlichkeit.
Olivier Schmid
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Olivier Schmid

Telefon direkt: 044 360 88 27
E-Mail: olivier.schmid@heks.ch

Impressionen aus Bern

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