Eine Insel fordert Gerechtigkeit
Holcim in der Verantwortung
Mit ihrem am Montag in Zug eingereichten Schlichtungsgesuch wollen die vier Kläger:innen nun den Schweizer Zementkonzern Holcim in die Verantwortung nehmen. Sie fordern daher die anteilmässige Entschädigung bereits entstandener klimabedingter Schäden sowie die Mitfinanzierung notwendiger Flutschutzmassnahmen. Vor allem aber verlangen sie die schnelle Reduktion der übermässigen CO2-Emissionen des Konzerns – damit künftig weniger Schäden entstehen. Die drei Organisationen unterstützen diese Forderungen mit der Kampagne «Call for Climate Justice».
Holcim ist der weltweit führende Hersteller von Zement, dem Grundstoff von Beton, und einer der 50 grössten CO2 -Emittenten unter allen Unternehmen weltweit. Bei der Produktion von Zement werden riesige Mengen CO2 freigesetzt. Eine neue Studie zeigt: Der Schweizer Konzern hat von 1950 bis 2021 über sieben Milliarden Tonnen CO2 ausgestossen. Das sind 0.42 Prozent aller globalen industriellen CO2 -Emissionen seit dem Jahr 1750. Oder mehr als doppelt so viel, wie die gesamte Schweiz im gleichen Zeitraum verursacht hat. «Damit trägt Holcim eine massgebliche Mitverantwortung für die Klimakrise», sagte Yvan Maillard Ardenti, Klimaexperte bei HEKS, «und damit für die Situation auf der Insel Pari».
«Bahnbrechendes» Verfahren
Holcim ist der weltweit führende Hersteller von Zement, dem Grundstoff von Beton, und einer der 50 grössten CO2 -Emittenten unter allen Unternehmen weltweit. Bei der Produktion von Zement werden riesige Mengen CO2 freigesetzt. Eine neue Studie zeigt: Der Schweizer Konzern hat von 1950 bis 2021 über sieben Milliarden Tonnen CO2 ausgestossen. Das sind 0.42 Prozent aller globalen industriellen CO2 -Emissionen seit dem Jahr 1750. Oder mehr als doppelt so viel, wie die gesamte Schweiz im gleichen Zeitraum verursacht hat. «Damit trägt Holcim eine massgebliche Mitverantwortung für die Klimakrise», sagte Yvan Maillard Ardenti, Klimaexperte bei HEKS, «und damit für die Situation auf der Insel Pari».