Medienmitteilung vom 21. November 2022

HEKS baut Nothilfe für die von Dürre und Hungersnot betroffenen Menschen am Horn von Afrika weiter aus

Ostafrika wird von der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren heimgesucht. 36 Millionen Menschen sind deswegen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Andernfalls droht eine weitere Verschärfung der Hungersnot. HEKS, das Hilfswerk der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, unterstützt die von Dürre und Hunger betroffenen Menschen am Horn von Afrika, insbesondere in Äthiopien, und wird seine Hilfe dort weiter ausbauen. Im Hinblick auf den Nationalen Solidaritätstag der «Glückskette» am 23. November unterstützt HEKS deren Aufruf an die Schweizer Bevölkerung für Spenden an die notleidenden Menschen in Ostafrika. 

Seit Ende 2020 herrscht nach dem Ausbleiben der früher üblichen Regenzeiten insbesondere in den Regionen Oromia und Somali in Äthiopien extreme Trockenheit. Die durch den fortschreitenden Klimawandel zusätzlich verstärkte Dürre ist zur akuten Bedrohung der Lebensgrundlagen von Millionen Menschen am Horn von Afrika geworden. Der ausbleibende Regen führt zu akuter Wasser- und Nahrungsknappheit. Wasserversorgungssysteme funktionieren nicht mehr, sauberes Trinkwasser ist kaum noch verfügbar und die wegen des Wassermangels schlechten Hygienebedingungen bildet den Nährboden für lebensbedrohliche Krankheiten. 
Frau auf dem Feld
Meron Bailey

Die von der Weltöffentlichkeit kaum beachtete Dürrekatastrophe am Horn von Afrika bedroht zudem die von der Viehzucht und eigenen Ernten abhängige Bevölkerung. Über neun Millionen Nutztiere sind bereits verendet, 22 Millionen weiteren Tieren droht dasselbe Schicksal. Dies hat zur Folge, dass der Lebensunterhalt von Millionen von Menschen nicht mehr gesichert ist und sie ihre Heimat auf der Suche nach Wasser und Nahrung verlassen müssen. Die steigenden Lebensmittelpreise aufgrund geringer Ernten sowie hohe Roh- und Treibstoffpreise infolge des Ukraine-Krieges befeuern die Hungerkrise zusätzlich.

HEKS hilft in den Regionen Somali und Oromia in Äthiopien

HEKS ist bereits längerer Zeit in der Region tätig, um die betroffene Bevölkerung in ihrem Kampf gegen die Wasserknappheit zu unterstützen. Zu Beginn der Dürre hat HEKS Wassertransporte in entlegene Gebiete organisiert und die Installation und Instandsetzung von Wasserentnahmestellen in Südäthiopien vorangetrieben. Um den Viehbestand zu erhalten, wurden zudem unter Aufsicht lokaler Tierärzt:innen Futtermittel und Medikamente bereitgestellt. Seit April 2022 laufen weitere Massnahmen, um den Menschen in den Zonen Borana und Dawa den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Von HEKS finanzierte Wasser- und Hygieneeinrichtungen in Schulen schützen die Kinder vor gefährlichen Krankheiten. Mit diesen Massnahmen konnten bis anhin rund 26 000 Familien vor dem Schlimmsten bewahrt werden.  

Nationaler Solidaritätstag der «Glückskette» am 23. November

Im Rahmen ihres Nationalen Solidaritätstages für Ostafrika am kommenden Mittwoch, 23. November, ruft auch die «Glückskette» die Schweizer Bevölkerung zu Spenden für die notleidenden und vom Hungertod bedrohten Menschen am Horn von Afrika auf.

Spendenkonto (IBAN): CH37 0900 0000 8000 1115 1 mit dem Vermerk «Dürre in Ostafrika»

 

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Dieter Wüthrich
Abteilungsleiter Medien und Information
Dieter Wüthrich

Telefon direkt: 044 360 88 66
Mobile: 076 461 88 70
E-Mail: dieter.wuethrich@heks.ch

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Die Menschen in Ostafrika brauchen Ihre Hilfe!

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