Mitteilung vom 6. April 2018

Ost-Ghouta: HEKS leistet Nothilfe für Vertriebene in Syrien mit 500'000 Franken

Die Kämpfe in Ost-Ghouta haben bereits über fünfzigtausend Menschen in die Flucht getrieben. Ihr Gesundheitszustand ist prekär, es droht eine humanitäre Katastrophe. HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, verteilt gemeinsam mit seiner lokalen Partnerorganisation GOPA Lebensmittel und Hygieneartikel an 21'700 vertriebene Menschen. Die Nothilfe in der Höhe von 500'000 Franken wird auch von der Glückskette unterstützt.

Ost-Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus war seit 2013 unter der Kontrolle der Rebellen. Durch die Belagerung der syrischen Armee war die Region praktisch vollständig von der Umwelt abgeschnitten. Rund 400'000 Menschen hatten kaum Zugang zu Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Humanitäre Hilfe erreichte die eingeschlossenen Menschen nur sporadisch.
Nothilfe in Ost-Ghouta. Die Bevölkerung braucht unsere Hilfe
KEYSTONE/DPA/Anas Alkharboutli

Im Februar 2018 eskalierten die militärischen Auseinandersetzungen. Nach einer Serie von Angriffen durch die Rebellen startete die syrische Armee eine Offensive auf Ost-Ghouta. Über 1600 Zivilisten verloren ihr Leben, Tausende wurden verletzt. Die öffentliche Infrastruktur wurde komplett zerstört. Mittlerweile sind über fünfzigtausend Menschen aus Ost-Ghouta geflüchtet.

Lebensmittel und Hygieneartikel

Die meisten der vertriebenen Menschen fanden Zuflucht in den Camps in Dweir, Herielleh und Adra, wo sie unter prekären Bedingungen leben. Der Flüchtlingsstrom reisst nicht ab, jeden Tag kommen neue Vertriebene an. Die vom UNHCR und von weiteren Hilfswerken geleistete humanitäre Hilfe reicht bei weitem nicht aus, um die notwendigsten Bedürfnisse der Menschen zu stillen. Die meisten Vertriebenen flüchteten ohne Hab und Gut. Es fehlt ihnen insbesondere an Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln, Medikamenten und Kleidern.

Die vierjährige Belagerung von Ost-Ghouta und der eingeschränkte Zugang zu Nahrung und medizinischer Versorgung haben bei den Menschen Spuren hinterlassen. Ihr Gesundheitszustand ist äusserst prekär. Viele der Vertriebenen leiden unter Mangelernährung, vor allem Frauen und Kinder. HEKS leistet darum gemeinsam mit seiner lokalen Partnerorganisation GOPA während vorerst drei Monaten Überlebenshilfe und unterstützt 4000 besonders bedürftige Familien sowie 1700 Kinder mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln im Umfang von 500'000 Franken. Insgesamt profitieren 21'700 Menschen davon.

Verteilung in Ost-Ghouta. Syrien helfen.
HEKS/GOPA

HEKS hilft in Syrien

HEKS ist seit 2013 in der Region tätig, zunächst im Libanon, seit 2015 auch im Nordirak und seit 2016 in Syrien. Die lokale Partnerorganisation GOPA «Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and All the East») leistet seit Ausbruch des Krieges humanitäre Hilfe in Syrien. GOPA ist eine kirchliche Organisation, verfügt über ein breites Netzwerk und arbeitet unabhängig von der syrischen Regierung.

 

HEKS-Spendenkonto: 80-1115-1, Vermerk «Nothilfe Syrien»

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Olivier Schmid
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