Tagung «Kirchliche Zusammenarbeit»

Bei all den furchtbaren Nachrichten, die uns aus Syrien erreichen, denken wir kaum daran, dass in diesem Land auch zahlreiche Christen leben. Bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs vor gut sieben Jahren bekannten sich gegen zehn Prozent der syrischen Bevölkerung zum christlichen Glauben. Seither ist ihre Zahl um die Hälfte zurückgegangen. Dennoch hat die Präsenz der christlichen Minderheit für die Region und das Zusammenleben der verschiedenen religiösen Gemeinschaften eine grosse Bedeutung. Sie steht für eine pluralistische Gesellschaft, in der die Mitglieder der verschiedenen Religionen in Frieden zusammenleben.

Seit 2016 arbeitetet HEKS im Rahmen der Kirchlichen Zusammenarbeit (KiZA) mit protestantischen Kirchen in Syrien und im Libanon zusammen. Der KiZA-Tag bietet die Möglichkeit, sich direkt zu informieren, welch wichtigen Beitrag die sehr kleinen protestantischen Gemeinden im Nahen Osten für den Zusammenhalt der gesamten Bevölkerung leisten.

Die Generalsekretärin des «Fellowship of Middle East Evangelical Churches» (FMEEC), einer Dachorganisation von protestantischen Kirchen, berichtet, wie ein Programm in zwölf syrischen Kirchgemeinden im Leben von 1500 Kindern ein Lichtblick ist. Eine der über 160 Freiwilligen ist Angela Daghalian. Die 23-jährige Medizinstudentin hat während des ganzen Krieges in Aleppo gelebt und erzählt, warum sie sich an mehreren Abenden pro Woche und am Samstag für das Kinderprogramm engagiert. Die Brücke zu Osteuropa schlägt Balázs Ódor, Ökumenebeauftragter der Reformierten Kirche in Ungarn. Durch die Vermittlung von HEKS haben die Ungaren kirchliche Beziehungen in den Nahen Osten aufgebaut und unterstützen auch finanziell die Projekte von HEKS.

Einladung herunterladen

«Kirchliche Zusammenarbeit» am 19. Januar 2019
Programm

ab 12.30 Uhr: Eintreffen der Teilnehmenden

13.00 Uhr: Begrüssung durch Peter Merz, HEKS-Direktor

13.10 Uhr: Referat von Bernhard Kerschbaum, Bereichsleiter Ausland

13.30 Uhr: Dislozierung zu HEKS

13.40 Uhr: Workshop Syrien und Workshop Ungarn (1/2 der Gäste)

14.40 Uhr: Pause

15.00 Uhr: Workshop Ungarn und Workshop Syrien (1/2 der Gäste)

16.10 Uhr: Abschluss im Plenum mit Bernhard Kerschbaum, Bereichsleiter Ausland

ab 16.20 Uhr: Austausch bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria von HEKS

Themen der Workshops

Workshop Syrien

Lichtblicke für Kinder im Kriegsalltag
Syrische Kinder sind mit die Hauptleidtragenden des Krieges. Zwölf protestantische Kirchgemeinden in Syrien organisieren wöchentlich ein Programm, an dem 1500 Kinder teilnehmen. Die 23-jährige Angela Daghalian erzählt, was das Programm für die Kinder in ihrer Kirchgemeinde in Aleppo bedeutet und was es heisst, sieben Kriegsjahre in der umkämpften Stadt zu leben. Rosangela Jarjour vom «Fellowship of Middle East Evangelical Churches» (FMEEC) ist verantwortlich für die Koordination des Programms und die Ausbildung der Leiterinnen und Leiter.
Gäste: Rosangela Jarjour, Generalsekretärin des «Fellowship of Middle East Evangelical ChurchesA (FMEEC)»; Angela Daghalian, freiwillige Leiterin des Kinderprogramms in Aleppo
Moderation: Bernhard Kerschbaum, Leiter Bereich Ausland HEKS

 

Workshop Ungarn

Was eine Kirchenpartnerschaft verändern kann
Durch die Vermittlung von HEKS wurden Kirchenbeziehungen in den Nahen Osten aufgebaut. Der Ökumenebeauftragte Balázs Ódor erzählt, wie die Beziehungen zu den protestantischen Kirchen im Nahen Osten einigen Menschen in Ungarn die Augen geöffnet haben, dass ein gutes Zusammenleben von Christen und Muslimen möglich ist. Zudem wird er davon berichten, was
eine ungarische Delegation anlässlich einer Syrienreise im Dezember 2017 erlebt hat und weshalb die Reformierten in Ungarn nun auch HEKS-Projekte in der Region unterstützen.
Gast: Balázs Ódor, Ökumenebeauftragter der Reformierten Kirche in Ungarn
Moderation: Angela Elmiger, HEKS-Programmbeauftragte Osteuropa

 

Alle TeilnehmerInnen können beide Workshops besuchen, beide werden um 13.40 Uhr und 15.00 Uhr parallel durchgeführt.

 

Tagung «Kirchliche Zusammenarbeit»
Anmeldedetails

Zeit: Samstag, 19. Januar 2019, 13.00 – ca. 17.30 Uhr, Zürich

Ort: Institut Unterstrass, Seminarstrasse 29, Zürich (vis-à-vis HEKS Hauptsitz)

Sprache: Deutsch oder Englisch mit Übersetzung

Kosten: Die Tagung ist kostenlos. Wenn Sie uns eine Spende zukommen lassen möchten, sind wir Ihnen sehr dankbar.

Anmeldeschluss: 07. Januar 2019

Kontakt: Sandra Fischer, Ansprechpartnerin Kirchgemeinden, Tel. 044 360 88 10, E-Mail: events@heks.ch

Anmeldung

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Anmeldung. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 044 360 88 10 oder per E-Mail an events@heks.ch an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!