Die drei wichtigsten Erkenntnisse

Hatte die Corona-Pandemie negative Auswirkungen für Sie?

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Fast alle Menschen in der Schweiz waren auf die eine oder andere Weise von der Pandemie betroffen. So geben in der repräsentativen Umfrage denn auch ganze 43 Prozent der Schweizer Bevölkerung an, dass sich die Pandemie negativ auf sie ausgewirkt hat, und zwar vor allem auf die Psyche: Rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung ist der Ansicht, dass sich ihr psychisches Wohlbefinden aufgrund von COVID-19 verschlechtert hatte. 
Bei der Befragung von HEKS-Programmteilnehmenden gaben 57 Prozent, also rund 14 Prozentpunkte mehr als in der Gesamtbevölkerung, an, dass sie sich psychisch oder finanziell von Corona betroffen fühlten. Genau wie in der Gesamtbevölkerung, so sagten auch die Menschen in den HEKS-Programmen, dass sich die Pandemie in erster Linie auf ihr psychisches Wohlbefinden ausgewirkt hat.

Was macht Ihnen besonders zu schaffen?

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In der Gesamtbevölkerung wurden vor allem die eingeschränkten sozialen Kontakte, die durch Corona ausgelösten gesellschaftlichen und familiären Spannungen und Konflikte, die Angst vor einer Ansteckung und die Zertifikats-Regelungen als belastend bezeichnet. Im Gegensatz dazu nannten die Menschen in unseren Projekten neben dem Wegfall sozialer Kontakte vor allem auch Probleme wie die erschwerte Jobsuche und ein geringes Einkommen als belastende Faktoren.

Wer sind aus Ihrer Sicht die Hauptleidtragenden der Pandemie?

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Die repräsentative Befragung der Schweizer Bevölkerung zeigt, dass insbesondere jene Menschen und Gruppen, die medial stark im Fokus standen, von der Bevölkerung auch als Hauptleidtragende der Pandemie wahrgenommen wurden. Im Januar 2022 waren dies insbesondere das Gesundheitspersonal sowie die Gastro- und Eventbranche, gefolgt von Kindern, Senior:innen und der Reisebranche. Nur ein Drittel der Befragten sieht Menschen mit prekären Anstellungsbedingungen oder mit geringem Einkommen als Hauptbetroffene der Pandemie. Migrant:innen und Geflüchtete sowie Sans-Papiers erscheinen erst an 12. bzw. 13. Stelle. Sie bilden, zusammen mit den «gering gebildeten Menschen» das Schlusslicht in der Einschätzung ihrer Betroffenheit von Covid-19 und werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.