HEKS leistet Nothilfe für Indigene im Amazonasgebiet
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Katastrophe im Amazonasgebiet

Nothilfe für die Opfer der Waldbrände

HEKS leistet Nothilfe für Kleinbauernfamilien und indigene Gemeinschaften im Amazonasgebiet

In Brasilien stehen seit Wochen riesige Gebiete des tropischen Regenwaldes und der angrenzenden Savannenlandschaft in Flammen. Die Lebensgrundlagen unzähliger Kleinbauernfamilien und indigener Gemeinschaften wurden bereits ein Raub der unkontrolliert wütenden Feuer – ihre Häuser, Tiere, Saatgut und Ernten sind verbrannt. HEKS leistet deshalb Nothilfe für mehrere besonders schwer getroffene indigene Gemeinschaften und Kleinbauernfamilien in den Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul.

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Im Regenwald von Brasilien und den angrenzenden Ländern wüten die schwersten Brände seit Jahren. Die Brände beschränken sich indessen nicht nur auf das Kerngebiet des tropischen Regenwaldes, sondern lodern auch an dessen Rändern, im Übergangsgebiet zu den Savannengebieten des Cerrado, dessen reiche Biodiversität durch die unkontrollierten Brände akut gefährdet ist. Die meisten Feuer wurden und werden mutwillig gelegt – nicht zuletzt zum Profit einer Agrarindustrie, die die durch illegale Brandrodungen entwaldeten Flächen für den Anbau von Monokulturen wie Soja- und Eukalyptusplantagen sowie als Weideland für die im grossindustriellen Massstab betriebene Viehzucht nutzen will.
Von den Waldbränden betroffen sind vor allem auch Indigene und Kleinbauernfamilien, die zu den schwächsten und ärmsten Bevölkerungsgruppen des Landes gehören. Deshalb leistet HEKS in Zusammenarbeit mit seiner lokalen Partnerorganisation «CESE» Nothilfe für mehrere, durch die Brände besonders in Mitleidenschaft gezogene indigene Gemeinschaften sowie Kleinbauernfamilien in den Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Vor Ort laufen intensive Abklärungen und Vorbereitungen für die Nothilfe. Die betroffenen Menschen werden unter anderem mit dringend benötigtem Saatgut, Setzlingen, Lebensmitteln und medizinischem Material zur Behandlung von Verbrennungen und Atembeschwerden versorgt.

HEKS ist bereits seit vielen Jahren in Brasilien tätig und unterstützt dort unter anderem indigene Gemeinden und Kleinbauernfamilien in ihrem Kampf um den Zugang zu Land und bei der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen wie Wald und Wasser sowie bei der Erhaltung ihrer Lebensgrundlagen. Diese Lebensgrundlagen sind vor allem durch das Vorrücken von Grossplantagen und durch die Ausbeutung von Bodenschätzen bedroht. Deshalb hilft HEKS Kleinbauernfamilien und Indigenen, ihr seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten bewirtschaftetes Land rechtlich abzusichern und es weiterhin nachhaltig zu bewirtschaften. Auch setzt sich HEKS dafür ein, dass der Zugang zu Wasser als Gemeingut weiterhin sichergestellt ist.

HEKS arbeitet mit einem breiten Netzwerk von lokalen Partnerorganisationen zusammen. Dabei werden die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Organisationen gestärkt und ihre Vernetzung unterstützt, so dass die lokale Zivilgesellschaft die Entwicklung ihres Landes mitprägen kann und die Umsetzung der ihr zustehenden Rechte einfordert. Da in der angespannten Menschenrechtslage in Brasilien nicht alle Probleme bezüglich Ausgrenzung und Landenteignung auf nationaler Ebene angegangen werden können, unterstützt HEKS auch Bemühungen der lokalen Bevölkerung, ihre Rechte über den Interamerikanischen Menschenrechtshof zu verfolgen sowie Informations- und Lobbyarbeit bei der EU, der Schweiz und anderen AkteurInnen zu machen.

Die von HEKS und seinen lokalen Partnerorganisationen im Rahmen der Waldbrände im Amazonas geleistete Nothilfe ist für die indigenen Gemeinschaften und Kleinbauernfamilien wichtig, denn sie wirkt einer Verschlechterung ihrer Lebenssituation entgegen. Die langfristige Arbeit an den Ursachen von Armut, Ausgrenzung und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen bleibt aber weiterhin prioritär und ist der Hauptfokus von HEKS in Brasilien.

Ländliche Entwicklung und  Aufbau einer starken Zivilgesellschaft (Bild Nr. 381200) TEASER
Landesprogramm Brasilien
Ländliche Entwicklung und Stärkung der Zivilgesellschaft

HEKS unterstützt ländliche Gemeinschaften bei der Verbesserung der Ernährungssicherheit und des Einkommens sowie beim Aufbau einer starken Zivilgesellschaft.

Spenden Sie jetzt!

Hilfe für Kleinbauernfamilien und indigene Gemeinschaften

CHF
75
kosten Medikamente gegen Atembeschwerden für 1 Familie.
CHF
150
verhelfen 3 Kleinbauernfamilien zu Saatgut.
CHF
250
ermöglichen Lebensmittelpakete für 5 Familien.
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