Nothilfe in Äthiopien - Helfen Sie jetzt
Abinet Teshome
Dürrekatastrophe

Hilfe für die notleidende Bevölkerung in Äthiopien

Dürre in Ostafrika

Von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet, leidet insbesondere der Südwesten Äthiopiens seit Monaten unter einer verheerenden Dürre. Den Menschen drohen eine akute Hungerkrise und der gänzliche Verlust ihrer Lebensgrundlagen. HEKS leistet deshalb humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Umfang von 500'000 Franken.

Es ist die schlimmste Dürreperiode für Südäthiopien seit über 30 Jahren, nachdem die beiden letzten Regenperioden fast gänzlich ausgeblieben sind. Die jüngsten Wetterprognosen verheissen kaum Besserung der dramatischen Lage, dürfte doch auch die nächste, normalerweise von März bis Mai dauernde Regenzeit kaum nennenswerte Niederschläge bringen. Steigende Temperaturen aufgrund des Klimawandels führen zu einer Häufung von extremen Dürren im äthiopischen Tiefland. In den letzten 10 Jahren musste die Bevölkerung in dieser Region dreimal ein extremes Dürreereignis durchstehen, früher ereigneten sich hier alle 10 Jahre.

Die Folgen für die Bevölkerung des südäthiopischen Tieflandes, einem Gebiet ohne Flüsse und nur wenig natürlichen Quellen, sind dramatisch. Nebst komplett ausgetrockneten Böden, auf denen kaum noch ein Grashalm wächst, leiden die vorwiegend als Hirt:innen und Viehzüchter:innen lebenden Menschen und ihre Tiere unter akutem Wassermangel, weil die meisten Quellen versiegt sind. Zahllose Tiere sind bereits verendet oder erkrankt. Insgesamt sind deshalb rund 1,8 Mio. Menschen akut in ihren Lebensgrundlagen und ihrer Ernährungssicherheit bedroht. Von der Dürre betroffen sind nebst Äthiopien auch Staaten im Sahel wie etwa Niger, wo HEKS ebenfalls seit vielen Jahren tätig ist.

Nothilfe in zwei Phasen

Zur Linderung der Not und zur Verhinderung einer sich anbahnenden Hungerkatastrophe leistet HEKS in den kommenden Monaten humanitäre Hilfe im Umfang von 500'000 Franken. Das Nothilfeprojekt gliedert sich in zwei Phasen. In einer ersten Phase zwischen März und Mai sollen rund 35'000 Menschen in den Regionen Borana und Dawa Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Dazu werden einerseits in 15 Schulen Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 10'000 Litern sowie Handwasch-Stationen installiert; zum anderen sollen während 60 Tagen Wassertransporte (15 Liter pro Tag/Person) durchgeführt werden. Zudem werden der betroffenen Bevölkerung im Rahmen einer Kampagne Anleitungen zu guten Sanitär- und Hygienepraktiken vermittelt. 200 besonders vulnerable Haushalte (1400 Personen) erhalten Wasserreinigungschemikalien für die Wasseraufbereitung, Mehrzweckseifen sowie Kanister bzw. Eimer zur Unterstützung einer sicheren Wasseraufbewahrung und -bewirtschaftung beim Wasserholen und zu Hause.

Weitere 500 Haushalte werden im Rahmen eines «Cash for Work»-Einsatzes an der Sanierung von vier traditionellen, nicht mehr funktionierenden Wasserentnahmestellen beteiligt. Involviert werden in erster Linie Haushalte, die wegen der anhaltenden Dürre einen Grossteil ihres Viehbestands verloren haben, Familien mit Kindern, die an akuter Unterernährung leiden, schwangere Frauen mit geringem Einkommen sowie Viehhalter:innen, die wegen der Dürre die Weidewirtschaft aufgegeben haben. Die 500 Familien erhalten für ihre Mitarbeit an der Sanierung einen Barbetrag, mit dem sie Lebensmittel, Medikamente und andere lebenswichtige Güter kaufen können. Zudem erhalten 500 Haushalte Kraftfutter zur Rettung eines Viehbestandes von insgesamt 2000 Zuchttieren.

In der zweiten Phase wird HEKS die in der ersten Phase geleistete Unterstützung zur Wiederherstellung der Lebensgrundlagen weiterführen und zusätzlich für 150 Familien Schulungen zur Förderung der Resilienz gegenüber dem Klimawandel anbieten.

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