Nothilfe in der Ukraine

Im Westen der Ukraine, aber auch von Odessa aus setzt sich HEKS dafür ein, intern Vertriebenen Schutz zu bieten und die Not der Menschen in den umkämpften Städten im Süden und Osten des Landes zu lindern. 

Nothilfe im Kriegsgebiet

Mit einem in Odessa stationierten humanitären Team setzt HEKS seit dem 11. März verschiedene Nothilfe-Massnahmen um. Diese haben zum Ziel, Menschen in den umkämpften Städten in der Süd- und Ostukraine mit dem Nötigsten zu versorgen: Nahrungsmittel, Wasser, Notfallpakete, Medikamente (mehr erfahren). 
 
In Odessa werden Lebensmittel wie Kartoffeln, Tomaten oder Getreide von lokalen Bauern und Bäuerinnen gekauft und per Zug in die vom Krieg besonders stark betroffenen Städte im Osten und Süden des Landes verschickt. Diese werden in Form von Nahrungsmittel-Kits für drei Tage (in Saporischschja, Cherson, Mykolayiv und Charkiw) und über «dry food baskets» für einen Monat (in Donezk und Charkiw) verteilt. In Charkiw, das wochenlang unter Dauerbeschuss stand und wo tausende Menschen in Luftschutzkellern und U-Bahn-Stationen vollständig von externer Nothilfe abhängig waren, versorgt HEKS zudem täglich mehr als 3300 Personen mit warmen Mahlzeiten. Diese werden in Gemeinschaftsküchen im Stadtzentrum zubereitet und in die schwer zugänglichen Gebiete im Norden und Osten der Stadt geliefert. Auch besonders vulnerable Menschen, z.B. Geflüchtete in kollektiven Aufnahmezentren und intern Vertriebene, erhalten Nahrungsmittelhilfe.
 
In Charkiw, Mykolajiw und Saporischschja verteilt HEKS zudem rund 17'000 dringend benötigte Hygienekits an Einzelpersonen, Familien und kollektive Einrichtungen.
 
In den Städten Cherson, Mykolayiv und Saporischschja unterstützt HEKS rund 1000 Haushalte mit Bargeld. Die Unterstützung kommt Familien zugute, die vom Konflikt besonders hart getroffen wurden, deren Häuser zerstört oder deren Familienangehörige verletzt wurden. 
 
 
HEKS leistet Nothilfe in der Ukraine
HEKS/Tom Robinson

Hilfe für intern Vertriebene

HEKS arbeitet bereits seit vielen Jahrzehnten mit der «Reformierte Kirche in Transkarpatien» im Westen der Ukraine zusammen. Insgesamt haben in Transkarpatien in den letzten Wochen etwa 380’000 Menschen aus den umkämpften Gebieten Schutz gesucht – so viele wie nirgendwo sonst in der Ukraine. HEKS unterstützt die Reformierte Kirche daher dabei, Geflüchtete unterzubringen und sie mit dem Nötigsten zu versorgen. Die etablierten Projekte für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung, die nicht ausser Landes flüchten wollten oder konnten, laufen indes weiter.
 

Ende Mai hat HEKS zusammen mit anderen Partner:innen die Initiative «Ya Mariupol» gestartet, um aus Mariupol vertriebenen Menschen beizustehen. Ein erstes Aufnahme-Zentrum wurde in Kiew eröffnet. Es bietet aus Mariupol geflüchteten und evakuierten Menschen medizinische Hilfe, psychologische Betreuung und rechtlichen Beistand. Vorgesehen ist auch die Vermittlung von Arbeits- oder Umschulungsmöglichkeiten. Ein ähnliches Zentrum wird derzeit in Odessa eingerichtet und ein weiteres soll in Winnytsja entstehen.

Auch in Odessa, Mykolayiv und Saporischschja unterstützt HEKS kollektive Aufnahmezentren, in denen intern vertriebene Menschen vorübergehend Schutz finden, mit Hygiene-Kits und bei der Anschaffung von Möbeln und medizinischen Geräten.

 

Letzte Aktualisierung: 28.07.2022

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HEKS leistet Nothilfe im Westen der Ukraine
HEKS/András D. Hajdú

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