Bildungschancen und bessere Lebensbedingungen für Roma (Nr. 926.330)
Christian Bobst
25. Juni 2022: Tagung zur Kirchlichen Zusammenarbeit

Wenn Kirche Schule macht

Um- und Aufbrüche in der Bildungsarbeit unserer Partnerkirchen

Wir laden Sie herzlich ein zur diesjährigen Tagung der Kirchlichen Zusammenarbeit in Osteuropa und im Nahen Osten.

«Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.» Dieses Zitat von John F. Kennedy bewahrheitet sich bis heute. Wo der Zugang zu Bildung fehlt, sind die Probleme auf ganz unterschiedlichen Ebenen vorprogrammiert. Innerhalb der Kirchlichen Zusammenarbeit (KiZA) unterstützen wir in allen unseren Partnerländern Weiterbildungen und diverse Bildungsinitiativen an Schulen, in Kirchen und in sozialen Institutionen. Alle unsere protestantischen Kirchenpartner haben grosse Stärken im Bildungsbereich, was sich eindrücklich anhand der kirchlichen Schulen im Nahen Osten und in Osteuropa beobachten lässt. Mit ihren Bildungsangeboten wollen sie bewusst einen Beitrag zur jeweiligen Gesellschaft leisten und betonen jeweils unterschiedliche Werte. Doch gerade in Zeiten des Umbruchs ist diese Ausrichtung nicht unbestritten. 

Expert:innen im Bildungsbereich stellen sich deshalb Fragen wie: «Wie muss heute Bildung aussehen – gerade auch für strukturell benachteiligte Menschen?», «Wie bereiten wir die heranwachsende Generation auf die Herausforderungen der Zukunft vor?» oder «Welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag können Kirchen im Bildungsbereich leisten?» Diesen Fragen und Ideen wollen wir an der Tagung nachgehen und haben Expertinnen und Vordenkerinnen aus dem Bildungsbereich zum Kiza-Tag 2022  eingeladen.

Es bietet sich die Gelegenheit zu inspirierenden Gesprächen und bereichernden Begegnungen über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg. In einem Kurzimpuls wird uns Prof. Eva Ebel, Schuldirektorin des evangelischen Gymnasiums Unterstrass in Zürich, einen Überblick übers Thema geben, hilfreiche Brücken von der Theorie zur Praxis schlagen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Bildung Menschen Wege bahnt. In der anschliessenden Podiumsdiskussion kommen unsere Gäste ins Gespräch über die Bedeutung, die Chancen und Risiken kirchlicher Schulen in unserer Zeit. Gemeinsam lassen wir den Tag bei Kuchen und Kaffee ausklingen.

Wir freuen uns sehr, mit Ihnen zusammen diesen Tag zu erleben,  auf den Austausch mit Ihnen und Begegnungen mit unseren Partnerkirchen zu feiern. Schön, sind Sie mit dabei! 

Programm

12.00 – 13.00 Empfang, Austausch und kleiner Snack in der HEKS Cafeteria, 2. Stock
13.00 – 13.10 Begrüssung durch Peter Merz, Direktor
13.10 – 13.30 Impulsreferat von Prof. Eva Ebel, Direktorin des Gymnasiums Unterstrass
13.30 – 14.15 Podiumsgespräch mit unseren Gästen
  Moderation: Angela Elmiger, Programmleiterin Europa/Naher Osten/KiZa
  Fragen aus dem Publikum
14.30 Verschiebung Seminarstrasse 28
14.40 Atelier 1 mit Hala Bitar Khoury
  «Die Rolle der kirchlichen Schulen in der Krise»
Ein kritischer Diskurs entlang der evangelischen Schulen im Libanon
15.30 Kurze Pause
15.40 Atelier 2 mit Orsolya Lázok Pintérné
  «Wertebasierte Bildung: Inklusion und christliche Werte in der Schule»
16.30 Kaffee und Kuchen in der Cafeteria von HEKS, Seminarstrasse 28 und Ausklang

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Unsere Gäste

Wir freuen uns sehr, als Gäste zu begrüssen: Hala Bitar Khoury ist Schulseelsorgerin und Koordinatorin für christliche Erziehung an der Evangelischen Schule für Mädchen und Jungen in Beirut, fest überzeugt. Ihre pädagogische Expertise bringt sie als Lehrplanentwicklerin und -gestalterin im schulischen Kontext unserer Partnerkirche im Libanon und in Syrien ein. Als versierte Theologin übernimmt sie ausserdem regelmässig Predigtdienste und ist als allseits sehr geschätzte Lektorin an der theologischen Fakultät des Near East Seminary of Theology in Beirut engagiert. 

Orsolya Lázok Pintérné ist Direktorin einer von HEKS unterstützten reformierten Primarschule in Nagyharsány in Südungarn, wo der Anteil an Roma und benachteiligten Kindern extrem hoch ist. Die ausgebildete Religions- und Sonderpädagogin ist Gastdozentin an der Reformierten Universität Károli Gáspár, wo sie einen Kurs über «Integration, Segregation und multikulturelle Bildung» leitet. In ihrer täglichen Arbeit als Schuldirektorin setzt sie sich für den Abbau von Chancenungleichheiten durch hochwertige Bildung ein. 

Szabina Sztojka ist ordinierte Pfarrerin der Reformierten Kirche in Ungarn. Sie ist verantwortlich für die Koordination der Roma-Arbeit der Kirche in der Abteilung für soziale Inklusion des Diakoniebüros. Sie hat internationale Beziehungen und Theologie studiert - einschließlich eines Forschungsstudiums in den USA mit Schwerpunkt auf kontextueller Roma-Theologie. Sie ist Leiterin eines internationalen Versöhnungsdienstes (Healing Hearts, Transforming Nations) und Pastorin in einer englischsprachigen internationalen Kirche in Budapest. Als Roma-Frau, die ein reformiertes Gymnasium besucht hat, findet sie es wichtig, die Kirche in die Lage zu versetzen, eine inklusivere Bildung zu erreichen.

Prof. Eva Ebel ist Gymnasiallehrerin und Dozentin in der Lehrerausbildung. Seit 2019 ist sie Direktorin des Instituts Unterstrass (ehemaliges evangelisches Lehrerseminar). Die promovierte Theologin ist seit 2013 Mitglied der Synode der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich und dort die Fraktionspräsidentin des Synodalvereins.

Anmeldedetails

Zeit: Samstag, 25. Juni 2022, 12.00 bis ca. 16.30 Uhr

Ort: Schule Unterstrass.edu, Aula im Erdgeschoss des Instituts Unterstrass, Seminarstrasse 29, sowie HEKS Hauptsitz Seminarstrasse 28 in 8042 Zürich.
Das Institut Unterstrass und HEKS sind ab Zürich HB mit dem Tram 14 oder 11 (Richtung Bucheggplatz, Seebach/Oerlikon) in 10 Minuten erreichbar. Haltestelle «Schaffhauserplatz».

Sprache: Referate und Ateliers: Deutsch, Englisch und Ungarisch mit Übersetzung.

Anmeldung:  Bitte melden Sie sich und eine allfällige Begleitperson hier an. 

Kontakt: Solange Ullrich, HEKS Kommunikation, Seminarstrasse 28, 8042 Zürich, Tel. 044 360 88 07, E-Mail: events@heks.ch

Anmeldung

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Anmeldung. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 044 360 88 07 oder per E-Mail an events@heks.ch an. Die Ateliers finden auf Englisch und Ungarisch statt und werden übersetzt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!