HEKS in Haiti
HEKS
Fusion HEKS und Brot für alle

Bündelung der Kräfte

Hintergründe und Fakten

HEKS und «Brot für alle» haben sich entschieden, gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Auf der Grundlage eines im Oktober 2018 begonnenen Vorprojektes haben die Stiftungsräte der beiden kirchlichen Hilfswerke im April 2019 einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Mit ihrem Zusammenschluss wollen «Brot für alle» und HEKS ihre Position in einem zunehmend kompetitiven Umfeld stärken und gleichzeitig die Wirkung ihrer Projekte und Aktivitäten im Inland und Ausland weiter optimieren. Der Zusammenschluss soll per 1. Januar 2022 vollzogen werden. Erfahren Sie hier mehr über den aktuellen Stand.

Ausgangslage/Rückblick

Am 21. September 2018 beschlossen die Stiftungsräte von HEKS und «Brot für alle» in getrennten Sitzungen, die Zusammenführung der beiden Werke erneut zu prüfen. Am 25. Oktober 2018 informierten die Stiftungsräte und Geschäftsleitungen von HEKS und «Brot für alle» mit einem gemeinsamen Mediencommuniqué die breite Öffentlichkeit ein erstes Mal darüber, dass entsprechende Gespräche im Rahmen eines Vorprojektes aufgenommen worden seien. In den letzten 30 Jahren hatte es bereits mehrere Initiativen für einen Zusammenschluss der beiden Werke gegeben. Entsprechende Gespräche und Verhandlungen waren jedoch jeweils bereits in einem frühen Stadium wieder abgebrochen worden.

In einem Vorprojekt wurden strategische, organisatorische, finanzielle und kulturelle Fragen geklärt und mögliche Formen eines Zusammenschlusses evaluiert. Die Projektleitungsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern beider Werke, hat in der Folge unter Einbezug von Mitarbeitenden und mit der Unterstützung eines externen Beratungsunternehmens für Organisationsentwicklung insbesondere Fragen nach der Komplementarität der Werke, nach einem gemeinsamen Zielbild sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Gouvernanz erörtert. Im Rahmen des Vorprojektes wurden zudem Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS, von Alliance Sud, Fastenopfer, Mission 21 und DM-échange et mission geführt
und die Interessen und Bedürfnisse externer Stakeholder abgeklärt.

Mit einem weiteren Mediencommuniqué am 12. April 2019 wurde sodann der von den beiden Stiftungsräten in getrennten Sitzungen gefasste Grundsatzentscheid für den Zusammenschluss der beiden Werke kommuniziert. Die beiden Stiftungsräte haben sich zudem darauf verständigt, dass beide Marken HEKS und «Brot für alle» vorläufig erhalten bleiben, der Hauptsitz der neuen Organisation in Zürich ist, die Geschäftsstellen der beiden Organisationen in Bern und Lausanne bestehen bleiben und die ökumenische Zusammenarbeit mit Fastenopfer weitergeführt wird.

Synode gibt grünes Licht für die Fusion

Der Zusammenschluss von HEKS und «Brot für alle» hat eine wichtige Hürde genommen. Die Synode der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz (EKS) hat der Fusion in einem Grundsatzentscheid mit 72:0 Stimmen zugestimmt. Zusätzlich hat die Synode den beiden Werken eine Reihe von Fragen mit auf den Weg mitgegeben, welche bis im kommenden Herbst geklärt werden sollen. Diese betreffen insbesondere das Verhältnis der zusammengeführten Organisation mit den Kirchen.

Die Stiftungsräte der beiden Werke haben bereits eine Reihe grundlegender Dokumente für die zusammengeführte Organisation erarbeitet; so etwa den Entwurf der Statuten, des Organisationsreglementes und des Fusionsvertrages. Auch der Stellenplan der zukünftigen Organisation wurde bereits definiert.
    
Damit sind in diesem Fusionsprozess bereits einige Meilensteine gesetzt worden und wichtige Zwischenresultate erzielt worden. Zwar stehen noch einige wichtige Etappen bevor, bis Anfang 2022 die Fusion Realität werden kann, aber der anspruchsvolle Prozess zum Zusammenschluss beider Werke ist erfolgreich angelaufen.

Dieter Wüthrich
Abteilungsleiter Medien und Information
Dieter Wüthrich

Telefon direkt: 044 360 88 66
Mobile: 076 461 88 70
E-Mail: dieter.wuethrich@heks.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • «Brot für alle» und HEKS fusionieren, weil sie sich als Organisationen der reformierten Kirchen in ihrer Arbeit ergänzen und ganzheitlich wirken wollen. Gemeinsam und mit der Unterstützung der evangelischen Kirchen der Schweiz können sie gestärkt in eine sich verändernde Zukunft gehen und sich so für ihre gemeinsamen Ziele und Werte langfristig einsetzen.
  • Mit dem Zusammenschluss soll ein wirkungsvolles und effizientes Werk auf der Basis der christlichen Grundwerte und der universellen Menschenrechte entstehen, das seine Legitimation und Ausrichtung von den reformierten Kirchen der Schweiz erhält und das nachhaltig im zunehmend umkämpften Markt bestehen kann.
  • Der Zusammenschluss erfolgt aus rechtlichen Gründen im Januar 2022. Bis dann werden beide Organisationen weiterhin eigenständig funktionieren. Das Jahr 2021 wird dazu dienen, die Fusion vorzubereiten und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
  • Die beiden Marken werden beibehalten. Denn beide Organisationen sind mit ihren Marken in der Bevölkerung bekannt und gut verankert. Der gemeinsame Organisationsname ist noch nicht definiert.
  • Die ökumenische Zusammenarbeit mit Fastenopfer bleibt bestehen. Die Ökumenische Kampagne ist nicht in Frage gestellt.
  • Unabhängig von der Fusion gibt es Veränderungen beim Verteilschlüssel von Brot für alle. Er kann nicht mehr in der aktuellen Form weitergeführt werden. Das Ziel ist, dass die Finanzflüsse einfacher und transparenter werden. Das Projektheft wird weitergeführt.

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