HEKS Wissenswerkstatt Ostschweiz
Yousef Abujarad
15. November 2019

HEKS WissensWerkstatt Ostschweiz

HEKS WissensWerkstatt

Auch in diesem Jahr lädt die HEKS-Regionalstelle Ostschweiz alle Interessierten zum Besuch Ihrer «WissensWerkstatt» nach Herisau ein. Diese findet statt am Freitag, 15. November 2019, und ist dem Thema «Fluchtmigration in Europa und der Situation in der Schweiz» gewidmet. In zwei Kurzreferaten vermitteln Adriana Romer von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) und Khalid Grein, HEKS-Programmbeauftragter für den Mittleren Osten, spannende Einblicke in die Flüchtlingssituation im Mittleren Osten und in Europa. In themenspezifischen Workshops wird sodann die aktuelle Situation in der Schweiz beleuchtet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Themen der Workshops

1. Das beschleunigte Asylverfahren unter der Lupe

Seit 1. März 2019 werden in Altstätten und Kreuzlingen beschleunigte Asylverfahren durchgeführt. Nach acht Monaten ist es Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Was hat sich durch die neue Gesetzgebung in der Praxis verändert? Bewährt sich der neu eingeführte Rechtsschutz für Asylsuchende? Gerne teilen wir unsere Erfahrungen aus Sicht von HEKS mit Ihnen und sind zugleich gespannt auf Ihre Einschätzungen des Systemwechsels. Auch kritische Geister sind herzlich willkommen.

Leitung: Tilla Jacomet, Co-Leiterin HEKS-Rechtsschutz Bundesasylzentren Ostschweiz

2. Rechtsschutz in den Kantonen im erweiterten Verfahren

Asylsuchende sind zunächst einige Wochen in einem Bundesasylzentrum untergebracht. Stellt sich dort heraus, dass ein Fall komplex ist und deshalb zusätzliche Abklärungen nötig sind, kann ein Asylgesuch nicht im beschleunigten Verfahren entschieden werden. Asylsuchende werden dann zur Durchführung des erweiterten Verfahrens einem Kanton zugewiesen. Unsere Rechtsberatungsstelle vertritt diese Personen in der Ostschweiz. Im Workshop wird über die Erfahrungen der ersten Monate z.B. bei zusätzlichen Anhörungen berichtet und über Vor- und Nachteile des neuen Systems diskutiert.

Leitung: Stefan Hery, Leiter HEKS-Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende

3. Erfahrungen in den neuen Betreuungsstrukturen im Asylbereich des Kantons St.Gallen

Der Kanton St. Gallen hat mit einer Neuausrichtung der Aufnahmezentren und einer angepassten Aufgabenteilung zwischen Gemeinden und Kanton auf die Neuerungen im Asylwesen reagiert. Nach einigen Monaten Praxis konnten konkrete Erkenntnisse spezifisch mit Resettlement-Flüchtlingen gewonnen werden. Was waren und sind die Schwierigkeiten in der Umsetzung der neuen Konzeption? Welche Ergebnisse konnten erreicht werden? Wo gibt es Veränderungs- oder Vertiefungsbedarf?

Leitung: Markus Laib, Migrationsamt St. Gallen

4. Aus dem Alltag der Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung

Was bedeutet rassistische Diskriminierung? Wer ist davon betroffen? In welchen Lebensbereichen kommt rassistische Diskriminierung vor? Und was kann dagegen unternommen werden? Diesen und anderen Fragen möchten wir anhand von Fallbeispielen auf den Grund gehen und gemeinsam mögliche Handlungsoptionen erarbeiten.

Leitung: Esther Potztal, HEKS-Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung

5. Friedensbildung. Anders ans Ziel kommen

Die Friedensarbeit ist viel mehr als eine junge wissenschaftliche Disziplin. Welches Potenzial hat die Friedensarbeit und wie können wir als ZivilistInnen/Fachpersonen in der Ostschweiz aktiv zum Frieden beizutragen? Ein Einblick und eine Einführung in ein Themengebiet, das vielen noch unbekannt ist oder gar utopisch anmutet.

Leitung: Ursina Dumelin, HEKS MosaiQ Ostschweiz

6. Berufsimpuls im Lern- und Werkzentrum «Tipiti»

Drei Schritte zur Arbeitsintegration: Ressourcenerkennung – praktische Einsätze – Ausbildung Wie können junge Erwachsene mit Migrationshintergrund eine realistische, nachhaltige berufliche Zukunftsplanung umsetzen? Die Fachpersonen des Lern- und Werkzentrums «tipiti» vermitteln den jungen Menschen im Werkzentrum alle relevanten Fach-, Handlungs- Sozial- und Methodenkompetenzen und schaffen einen Bezug zur Berufswelt. In einem wohlwollenden Umfeld können erste praktische Erfahrungen in ca. zehn Berufen gemacht werden. Dabei werden eigene Interessen und Talente entdeckt und durch individuelle Förderung weiterentwickelt.

Leitung: Daniela Ried, Leiterin Lern- und Werkzentrum «tipiti»

7. «TERRE DES FEMMES Schweiz»: Den Bedürfnissen von geflüchteten Frauen Rechnung tragen

Frauen flüchten aus denselben Gründen wie Männer: wegen extremer Armut, vor Krieg oder politischer Unterdrückung. Sie flüchten aber auch wegen geschlechtsspezifischer Verfolgung. Viele von ihnen sind auf und nach ihrer Flucht geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Im Workshop setzen wir uns mit der Situation und den Bedürfnissen geflüchteter Frauen in der Schweiz auseinander. Gemeinsam diskutieren wir über Gleichstellung und die Auswirkungen geschlechtsspezifischer Gewalt im Asyl- und
Migrationsbereich.

Leitung: Flurina Peyer, «TERRE DES FEMMES Schweiz»

8. Arbeit mit verletzlichen Personen im Alter

Mit welchen Herausforderungen hinsichtlich ihrer Integration sehen sich ältere MigrantInnen konfrontiert und welche besondere Herausforderung stellen ältere MigrantInnen in der Integration dar?

Leitung: Petra Abdelli, Leiterin HEKS AltuM Ostschweiz

Einladung herunterladen

HEKS WissensWerkstatt
Programm
  • Ab 8.30 Uhr: Eintreffen der Gäste
  • 9.00 – 10.30 Uhr:
    • Begrüssung
    • Grusswort von Herr Regierungsrat Yves Noël Balmer
    • Kurzreferat: Khalid Grein, Programmverantwortlicher HEKS, Mittlerer Osten
    • Kurzreferat: Adriana Romer, Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH
    • Zeit für Austausch und Fragen
  • 11.00 – 12.00 Uhr: Workshops, Teil 1
  • 12.00 – 13.00 Uhr: Stehlunch
  • 13.00 – 14.00 Uhr: Workshops, Teil 2
  • 14.15 Uhr: Abschluss der Veranstaltung

Ort: Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Herisau, Poststrasse 14A, 9100 Herisau
Vor Ort gibt es keine Parkplätze.

Unkostenbeitrag: Fr. 90.– (Preisreduktion auf Anfrage), wird in Rechnung gestellt.

Anmeldeschluss: 6. November 2019

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an heks_ostschweiz@heks.ch

Anmeldung

Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung als schriftliche Bestätigung die Rechnung der Tagungsgebühren. Bitte melden Sie sich per E-Mail an heks-ostschweiz@heks.ch oder 071 410 16 84 falls Sie bis am 8. November keine Rechnung erhalten haben.

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