Honduras, Lago de Yojoa, Süden Honduras (Valle, Choluteca, Francisco Morazán)

Einheimisches Saatgut bringt Kleinbauernfamilien mehr Einkommen

Für Kleinbauernfamilien im Süden von Honduras sind die Auswirkungen des Klimawandels besonders verheerend. Um diesem Problem zu begegnen, ist eine züchterische Anpassung des Saatgutes an die veränderten Klimabedingungen erforderlich. Das Projekt unterstützt die Verbesserung und Vermarktung von einheimischem Saatgut und betreibt Lobbyarbeit für dessen Anerkennung durch den Staat und gegen ein von internationalen Saatgutkonzernen angestrebtes Verbot. Damit soll die Einkommens- und Ernährungssicherheit der Kleinbauernfamilien erhöht und die Abhängigkeit von internationalen Saatgutkonzernen reduziert werden.

Begünstigte:

Vom Projekt profitieren 45 Gruppen von Saatgut-ProduzentInnen. Das sind 500 Bauernfamilien bzw. etwa 2500 Personen. Sie werden bei Saatgut-Versuchen und der Saatgut-Vermehrung technisch unterstützt. Indirekt profitieren alle Kleinbauernfamilien von der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für faire Handelsbedingungen für einheimisches Saatgut.

Ziele:

Bauernfamilien verbessern die eigene Nahrungsmittelversorgung und erhöhen ihr Einkommen, indem sie einheimisches Saatgut züchten, vermehren und vermarkten. Der Schwerpunkt liegt bei der Selektion und Produktion von Saatgut für die Grundnahrungsmittel Bohnen und Mais. Mit einem marktorientierten Produktions- und Vermarktungsansatz soll eine konkurrenzfähige Alternative zu patentiertem Hybrid- oder gentechnisch verändertem Saatgut und dessen Produkten geschaffen werden.

 

Aktivitäten:

In der sogenannten partizipativen Saatgut-Züchtung arbeiten alle wichtigen AkteurInnen aktiv an der Entwicklung ökologischer Zuchtmethoden. Lokales Wissen findet somit Eingang in die Saatgut-Produktion. Gemeinsam werden jene Sorten identifiziert, die sich am besten an die Klimaveränderungen anpassen lassen. Mit dem Aufbau von Saatgutbanken können die verschiedenen Sorten gelagert werden und tragen so zur Erhaltung der Biodiversität bei. Dank dem Aufbau eines marktorientierten Betriebes, Vernetzungsarbeit und der Vermittlung von Krediten können die Bäuerinnen und Bauern zudem ihre Produkte besser verkaufen und damit ein höheres Einkommen erzielen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Öffentlichkeitsarbeit zugunsten des traditionellen Saatgutes. Hierfür wird mit spezifischen Fachgruppen, nationalen Netzwerken und Institutionen zusammengearbeitet. 

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Project Details
Projektverantwortung
Leo Meyer
Projektnummer
835.390

Project duration

2019
2022
Gesamtbudget
CHF 500 136
Partnerorganisationen
«Programa de Reconstrucción Rural» (PRR), «CIALes» und «ASOCIALAYO» (Saatgut-ProduzentInnengruppen und ihr Dachverband; Organisation der ProduzentInnen und politische Lobbyarbeit), «AGRO-BOLSA» (Vernetzung und fachliche Unterstützung bei der Vermarktung), «ICADE» (fachliche Unterstützung beim Aufbau des Vermarktungsbetriebes), «ADEPES» (Aufbau einer Kreditlinie für die ProduzentInnen)
Kontakt

+41 44 360 88 10
projektdienst@heks.ch

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