Lateinamerika

Lateinamerikanische Allianz zum Erhalt der Saatgutvielfalt

Die Vernetzung und der Austausch zwischen Bäuerinnen und Bauern aus verschiedenen Ländern ist bitter nötig, denn die rapide Expansion der industriellen Landwirtschaft bedroht weltweit tausende von Kleinbauernfamilien in ihrer Existenz und stellt eine grosse Gefahr für die Natur dar. Die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln bringt Monokulturen, Gentech-Saatgut sowie die intensive Nutzung von Pestiziden und Kunstdünger mit sich und zeigt seit mindestens 20 Jahren verheerende Auswirkungen auf Natur und Menschen. «Hier können wir unsere Erfahrung aus Costa Rica weitergeben, wo wir die Einfuhr von Gentech-Saatgut bisher verhindert haben.» betont Xiomera Cabrarca den Vorteil solcher Vernetzungstreffen, die HEKS unterstützt.

Projekt:

Die Alianza Biodiversidad sorgt mit ihrem Engagement für eine starke Vernetzung zwischen ihren Mitgliedern und fördert den Austausch zwischen den Gemeinschaften, die sich für ihr eigenes Saatgut stark machen. Diese Vernetzung auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene mittels aufklärenden Workshops, Zeitschriften in verschiedenen Sprachen und einer gemeinsamen Website ist der Hauptaspekt des vielseitigen Engagements der Alianza. Diese starke Vernetzung ermöglicht es ihr aktuelle Informationen und Analysen zu veröffentlichen und zu verbreiten. Das ist eine wichtige Grundlage für die Mobilisierung der lokalen Gemeinschaften, für politische Arbeit auf lokaler und nationaler Ebene und auch für das Weitertragen des Themas an ein internationales Publikum. HEKS unterstützt die Alianza Biodiversidad, bietet strategische Beratung an und ist an der Organisation von Anlässen und Seminaren zur Saatgut-Thematik mitbeteiligt.
Das gegenseitige Lernen verbessert die Qualität und die Effizienz der Arbeit aller beteiligten Organisationen. So konnte beispielsweise Anafae, Partner-organisation von HEKS in Honduras, von den langjährigen Erfahrungen der kolumbianischen Organisation Grupo Semillas profitieren: In einem von HEKS vermittelten Treffen haben sich Vertreter beider Organisationen getroffen und sich über das Engagement gegen Gentech-Saatgut ausgetauscht. Die Grupo Semillas beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit diesem Thema und hat gemeinsam mit indigenen Gruppen ihre Territorien für gentechfrei erklärt und können dies durchsetzen. Dies ist ein ermutigendes Beispiel für andere Organisationen in der Allianz.

Ziele und Aktivitäten:

Engagement im Süden

  • Mit Forschungs- und Bildungsmaterialien schafft die Allianz Verständnis und Bewusstsein für die Probleme der lokalen und indigenen Bäuerinnen und Bauern und stärkt so die sozialen Bewegungen.
  • In Trainings, Workshops und Online-Kursen können lokale und nationale Organisationen ihre Fähigkeiten verbessern, um sich besser für ihre Ernährungssouveränität und eine Agrarökologie einsetzen zu können.
  • Die Partnerorganisationen werden in ihrer Advocacy-Arbeit und in der Ausarbeitung ihrer Strategien gegen die Ausbreitung industrieller Produktionssysteme unterstützt.
  • Die Allianz liefert den lokalen Gemeinschaften durch ihre Forschung genaue, ethisch verantwortliche und konkrete Informationen, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können.

Engagement im Norden

  • Informations- und Sensibilisierungsarbeit in der Schweiz mit Hilfe der Informationen der Alianza Biodiversidad.
  • Einflussnahme auf die Schweizer Politik, damit der Sortenschutz und nachhaltige Saatgutgesetze in den Partnerländern nicht durch internationale Vereinbarungen untergraben werden.

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Project Details
Projektverantwortung
Tina Goethe
Projektnummer
490.914

Project duration

2018
2024
Gesamtbudget
CHF 25 000
Partnerorganisationen
Alianza Biodiversidad
Finanzierungspartner

Südaktivitäten sind von der DEZA mitfinanziert.

Kontakt

+41 31 380 65 62
projektdienst@heks.ch

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