HEKS im Irak
HEKS
Irak

Nothilfe für intern Vertriebene in den Flüchtlingscamps

Nothilfe Irak

Millionen von Menschen sind in den letzten Jahren vor dem Islamischen Staat (IS) in die kurdischen Gebiete geflüchtet. Seit der militärischen Offensive zur Befreiung von Mosul im Oktober 2016 wurden weitere 290 000 Menschen in die Flucht getrieben. Die Lebensbedingungen in den Flüchtlingscamps sind prekär. HEKS verbessert gemeinsam mit NCA die Trinkwasserversorgung, die Hygienesituation und die Gesundheitsbedingungen. Zudem fördert HEKS den Getreide- und Gemüseanbau und verbessert so die Ernährungssicherheit sowie das friedliche Zusammenleben zwischen der Gastbevölkerung und den Geflüchteten.

Nothilfe für Schutzsuchende aus Mosul

Im Camp Nargizlia, das rund 40 000 Personen Platz bietet und somit das grösste Camp in der Umgebung von Mosul ist, versorgt die langjährige HEKS-Partnerorganisation «Norwegian Church Aid» (NCA) täglich mehr als 2000 Flüchtlingsfamilien aus Mosul mit Trinkwasser. NCA ist zudem für den Unterhalt der sanitären Einrichtungen und die Entsorgung des Abwassers und Abfalls zuständig und sensibilisiert die Menschen im Camp für bessere Hygienebedingungen zum Schutz vor Krankheiten und Seuchen.

Nothilfe für intern Vertriebene in der Provinz Dohuk

Auch in der Provinz Dohuk verbessert HEKS gemeinsam mit NCA die Lebensbedingungen von intern Vertriebenen und Flüchtlingen. HEKS und NCA versorgen die rund 42 000 Menschen in den beiden Flüchtlingscamps Kabarto 1 und 2 sowie im Camp Quadije täglich mit sauberem Wasser aus kontrollierten Tiefbrunnen zum Trinken, Waschen und Duschen. Auch in diesen Camps werden durch organisierte und umweltgerechte Abfall- und Abwasserentsorgung minimale Gesundheits- und Hygienestandards geschaffen.

HEKS-Nothilfe in Mosul
HEKS

Kleinbauern und Flüchtlinge kurbeln die Landwirtschaft an

In den Distrikten Erbil, Dohuk, Sulaymaniah, Halabja und Diyalla unterstützt HEKS zudem ein Projekt von «REACH» und «DKH», das den Getreide- und Gemüseanbau von 450 Kleinbauernfamilien fördert und so die Ernährungssicherheit der Menschen nachhaltig verbessert. Die Kleinbauernfamilien erhalten Unterstützung von intern Vertriebenen, die in der Region leben und viel Knowhow mitbringen. Dadurch verbessert sich nicht zuletzt das friedliche Zusammenleben zwischen der Gastbevölkerung und den Geflüchteten.

Abgeschlossene Projektphasen

HEKS leistet seit dem Winter 2014/2015 Nothilfe für intern Vertriebene und Gastfamilien im Nordirak; zunächst in Sulaymaniyah, wo die Familien Lebensmittelpakete, Decken, Matratzen und Heizöfen sowie finanzielle Unterstützung und «cash for work» erhielten. In einer zweiten Phase bis Ende 2015 wurden in der Provinz Dohuk rund 45 000 Flüchtlinge in drei Flüchtlingscamps mit Hygieneartikeln, vor allem Seifen, Babyartikel und Waschmittel unterstützt.

Bis Ende 2016 unterstützte HEKS 1350 intern vertriebene Familien und Gastfamilien in Sulaymaniyah, in Halabja und in der Provinz Diyalla mit je zwei Lebensmittelpaketen. 100 besonders bedürftige Familien erhielten während den heissen Sommermonaten wasserbetriebene Kühlgeräte und für die kalten Wintermonate Heizöl für ihre Heizöfen. 20 Familien erhielten die Möglichkeit, durch gemeinnützige Arbeit eines Familienmitglieds während zehn Tagen 210 US-Dollar zu verdienen, mit dem Ziel, eine dauerhafte Anstellung zu erhalten.

HEKS ist weiterhin auf Spenden angewiesen, um die Lebensbedingungen der intern Vertriebenen und Gastfamilien im Nordirak nachhaltig zu verbessern.

Spenden bitte auf das PC-Konto 80-1115-1 mit dem Vermerk «Nordirak»

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Juni 2017

HEKS-Nothilfe im Irak: Projektphase
Håvard Bjelland/Kirkens Nødhjelp

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