Zugang zu Land für Familien
HEKS/Christian Bobst
Schwerpunkt

Land und Ressourcen als Existenzgrundlage

Fokus: Zugang zu Land

Für Kleinbauern, nomadisierende Viehzüchter und indigene Gemeinschaften in den ländlichen Projektgebieten von HEKS ist der rechtlich verbriefte Zugang zu einem Stück Ackerland, aber auch zu Weiden und Wäldern eine entscheidende Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben ohne Hunger und Armut. HEKS legt den Hauptfokus in der Entwicklungszusammenarbeit deshalb auf die Unterstützung ländlicher Gemeinschaften bei der Einforderung ihrer Besitz- und Nutzungsrechte für das Land, auf dem sie leben und das sie bewirtschaften.

Ernährungssicherheit

Rund 2,6 Milliarden Menschen, das entspricht 40 Prozent der Weltbevölkerung, leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. 85 Prozent von ihnen sind Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die weniger als zwei Hektaren Land bewirtschaften. Trotzdem produzieren diese Kleinbauernfamilien in Asien, Afrika und Lateinamerika auf kleinsten Flächen den grössten Teil aller Lebensmittel. Für diese Menschen ist der Zugang zu einem Stück Land eine Grundvoraussetzung für ihre Ernährungssicherheit.
HEKS-Fokus Zugang zu Land
Christian Bobst
HEKS-Fokus Zugang zu Land
Christian Bobst

Armutsbekämpfung

Über 70 Prozent aller weltweit von Armut betroffenen Menschen leben auf dem Land. Da es in ländlichen Regionen kaum alternative Möglichkeiten zur Erwirtschaftung eines Einkommens gibt, sind die Menschen stark auf die Landwirtschaft angewiesen. Allerdings haben sie zunehmend Mühe, sich dadurch ein dauerhaftes Einkommen zu sichern. Dies liegt daran, dass in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern die staatliche Unterstützung immer stärker eingeschränkt wurde. Es fehlt an Infrastrukturen, Maschinen, Lager- und Transportmöglichkeiten, am Zugang zu Kleinkrediten oder Bildungs- und Beratungseinrichtungen. Zudem werden viele Kleinbauern von in- und ausländischen Grossproduzenten von den Märkten verdrängt oder können ihre Erzeugnisse nicht zu fairen Preisen verkaufen.

Heimat und Identität

Zugang zu Land bedeutet nicht nur Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit, sondern auch Heimat und kulturelle Identität. In vielen Projektgebieten von HEKS droht Kleinbauern-Familien der Verlust ihres oft seit Generationen bewirtschafteten Landes – wegen Bodenspekulation, staatlicher Enteignung, aber auch durch illegale Landnahmen, das sogenannte Landgrabbing, durch lokale und auswärtige Investoren. Ohne eigenes Land sind die Kleinbauern-Familien gleichsam heimatlos und sie werden damit auch ihrer kulturellen Wurzeln und Perspektiven beraubt.

Zugang zu Land und Ressourcen
Christian Bobst
HEKS-Fokus Zugang zu Land
Karin Desmarowitz

Beratung – Vernetzung – Wertschöpfung

«Zugang zu Land» bedeutet für HEKS deshalb in erster Linie, dass Menschen über gesicherte Rechte bezüglich des Landbesitzes bzw. der Landnutzung verfügen und dass sie in der Lage sind, ihr Land langfristig zu verwalten sowie produktiv und nachhaltig zu nutzen. HEKS und seine lokalen Partnerorganisationen informieren deshalb die Landbevölkerung über ihre Rechte und die Möglichkeiten zu deren Geltendmachung und Durchsetzung. Sie leisten vor Ort zudem Vermittlungs- und Vernetzungsarbeit zwischen den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren, der Wirtschaft du den Behörden. Schliesslich beraten und unterstützen HEKS und seine lokalen Partnerorganisationen Kleinbauern-Familien beim Aufbau und Betrieb einer profitablen und ökologischen Landwirtschaft.

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Projektbeispiele

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für die juristische Begleitung beim Kampf um Land.
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unterstützen eine Kleinbäuerin beim Erwerb von Landtiteln.
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schützen ein Dorf vor Erosion und machen Land fruchtbar.
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