Venezuela, Caracas, Bundesstaaten Lara und Apure, El Nula und Guasdualito

Nothilfe für bedürftige Familien und Unterstützung von Gesundheitszentren

Die Covid-19-Pandemie hat die Wirtschaftskrise Venezuelas weiter verschärft. Staatliche Unterstützung für die von Armut betroffene Bevölkerung existiert praktisch nicht mehr. Konnten vor einem Jahr noch mindestens 6 Millionen Menschen auf Lebensmittelrationen der Regierung zählen, sind nun selbst diese Verteilungen unregelmässig und in vielen Fällen ganz eingestellt worden. 
Mit Suppenküchen, Lebensmittel- und Hygienepaketen leistet HEKS Nothilfe für die am stärksten von der Krise betroffenen Menschen und unterstützt sie darin, ihre grundlegenden Bedrürfnisse zu decken. Ebenso werden neun Gesundheitszentren an der kolumbianischen Grenze und in Caracas in ihrem Kampf gegen die COVID-19-Pandemie und andere Infektionskrankheiten unterstützt.

Begünstigte:

Die Projektaktivitäten sollen 500 besonders verletzlichen Haushalten in Caracas und im Bundestaat Lara zuguten kommen. Dazu zählen unter anderem alleinerziehende Frauen, Grossfamilien mit geringem Einkommen und alleinstehende, meist ältere Personen. Diese werden anhand eines vorgefassten Kriterienkatalogs identifiziert und erhalten monatlich vier Lebensmittel- und Hygienepakete. In den Suppenküchen, die allen Bedürftigen offenstehen, können etwa 600 Menschen in und um El Nula, im Bundesstaat Apure, verpflegt werden. Zudem profitieren mehr als 204’000 Menschen von besseren Krankeneinrichtungen.

Ziele:

Mit dem Projekt will HEKS für besonders verletzliche Personen die Ernährung sichern und bessere hygienische Bedingungen schaffen. Durch die Interventionen in ausgewählten Gesundheitszentren sollen bestehende Wasser- und Abfallmanagementprobleme gelöst und das Gesundheitspersonal in ihrem Kampf gegen Covid-19 unterstützen werden. Da zivilgesellschaftliche Organisationen in Venezuela oftmals nur einen sehr begrenzten Handlungsspielraum haben, besteht ein weiteres Ziel in der Stärkung der Partnerorganisationen vor Ort.

 

Aktivitäten:

Während eines Jahres werden je 2000 Lebensmittel- und Hygienekits an 500 Familien verteilt. Die Kits enthalten unter anderem grundlegende Hygieneartikel, Covid-19 spezifische Utensilien wie Masken und Händedesinfektionsmittel sowie proteinreiche Lebensmittel. In den Suppenküchen werden täglich warme Mahlzeiten angeboten. Neben Menschen rund um El Nula stehen sie als «Walk-ins» auch sogenannten «caminantes» offen, die auf der Suche nach Arbeit durchs ganze Land reisen. Neun ausgewählte Gesundheitszentren (vier in Caracas und fünf in Bundesstaat Apure) werden täglich einer Desinfektion unterzogen. Diese Massnahme war bei der Eindämmung der Covid-19-Pandemie in Caracas bereits sehr erfolgreich. Gleichzeitig werden bei einer Intervention im Bundesstaat Apure fünf Zentren mit einem Abfallmanagementplan, drei Verbrennungsanlagen und drei Biodigestoren zur Wasseraufbereitung ausgestattet. Insgesamt werden 26 Handwaschstationen und 11 zusätzlichen Toiletten installiert sowie die dafür notwendigen Materialien zur Verfügung gestellt. Ebenfalls geplant ist eine öffentliche Kampagne zur Förderung von Hygienepraktiken in der Bevölkerung.

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Project Details
Projektverantwortung
Steve Ringel
Projektnummer
880.319

Project duration

2021
2021
Gesamtbudget
CHF 356 023
Partnerorganisationen
«Sociedad Ético Cultural» (SEC/PROCLADE), «Primera Iglesia Bautista – Cristo La Única Esperanza» (PIB-CLUE), «Ojo Ciudadano», «Civil Protection Apure State»
Finanzierungspartner

Medicor, HEKS core-funding

Kontakt

+41 44 360 88 10
projektdienst@heks.ch
 

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