Was wir tun HEKS
Christian Bobst
Was wir tun

Unsere Projekte

HEKS wirkt im Bereich «Ländliche Entwicklung» in Myanmar

Am 1. Februar 2021 hat das Militär in Myanmar (vormals Burma) erneut die Macht übernommen und de-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi wurde unter Hausarrest gestellt. Die BürgerInnen des Landes artikulierten ihre Wut und Frustration über diesen Machtwechsel zuerst in den sozialen Medien und wenig später auch auf den Strassen. Die Militär-Junta hat die Wucht des Widerstandes wohl unterschätzt und setzt nun zunehmend auf Gewalt und Einschüchterung, um die Aufstände niederzuschlagen. 

Schon vor dem Putsch war die Situation im Land schwierig. Die COVID-19-Restriktionen hatten verheerende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Menschen. Die Zahl der Haushalte unter der Armutsgrenze hat sich im Laufe des Jahres 2020 von 16 auf 63 Prozent erhöht. Zudem leben aufgrund bewaffneter Konflikte zwischen dem Militär und verschiedenen ethnischen Gruppierungen über 330‘000 Menschen als intern Vertriebene unter camp-ähnlichen Bedingungen im Land.

Mit seiner Arbeit in Myanmar will HEKS weiter dazu beizutragen, dass sich die Lebensumstände ethnischer Minderheiten und anderer marginalisierter Gruppen in Myanmar verbessern. Die Landwirtschaft ist ein äusserst wichtiger Sektor, um die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung in Myanmar voranzutreiben. Kleinbauern und -bäuerinnen benötigen Unterstützung, um sowohl die Produktion als auch die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse effizienter zu gestalten. An innovativen Ideen und gut ausgebildeten Leuten fehlt es in Myanmar kaum, jedoch stimmen die Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Verwirklichung von Geschäftsideen nicht. Ein Schwerpunkt des HEKS-Programmes in Myanmar ist daher die Identifizierung, Schulung und Vernetzung lokaler Sozialunternehmen im Agrarsektor.

HEKS wirkt in Myanmar

Fakten

Im zweiten Jahr seit seinem Engagement vor Ort hat HEKS mit kleinen innovativen Projekten 2000 Kleinbauerfamilien direkt und weiteren 7000 indirekt den Zugang zu Landwirtschaftsmaschinen, zu Saatgut, sowie zu Weiterbildungen (gerade im Bereich von Marktpreisen, Buchhaltung) ermöglicht. So produzieren sie effektiver und verkaufen Gewinn bringender für einen stabilen Lebensunterhalt.

HEKS stärkt und fördert zivilgesellschaftliche Gemeinschaften in ländlichen Gebieten und deren friedliches Zusammenleben, unterstützt ihren Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen sowie zu öffentlichen Dienstleistungen und hilft ihnen beim Aufbau einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion und entsprechender Absatzmärkte. HEKS leistet zudem einen Beitrag, dass ländliche Gemeinschaften und ihre Mitglieder gleiche Rechte und eine sichere Existenzgrundlage haben – ungeachtet von Krisen und Katastrophen. HEKS setzt sich mit seinen Partnerorganisationen schliesslich dafür ein, dass die Zivilgesellschaft in wirtschaftliche und politische Prozesse miteinbezogen wird – insbesondere auch Minderheiten und andere Gemeinschaften am Rand der Gesellschaft. Denn eine inklusive Regierungsführung trägt zu Stabilität und Nachhaltigkeit bei.