Was wir tun HEKS
Christian Bobst
Was wir tun

Unsere Projekte

HEKS wirkt im Bereich «Anwaltschaft für Asylsuchende» in Indien

Nach 60 Jahren Entwicklungszusammenarbeit hat sich HEKS Ende 2020 nun aus Indien zurückgezogen.

Es war Neuland, Pionierarbeit: 1958 gründete HEKS eine mechanische Lehrwerkstätte für ländliche Jugendliche in Kerala und führte damit zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Projekt in einem Entwicklungsland im Süden durch. In den folgenden Jahren realisierte HEKS mit indischen Partnerorganisationen diverse Projekte für benachteiligte und marginalisierte Bevölkerungsgruppen wie etwa Kastenlose (Dalit), Frauen oder Indiens UreinwohnerInnen (Adivasi).

Die Landmobilisierung ist denn auch einer der grössten Erfolge von HEKS-Indien: In den letzten zehn Jahren haben sich über 100'000 Dalit- und Adivasi-Familien mit Unterstützung von HEKS und seinen Partnern Landtitel erkämpfen können. Auch hat HEKS in seinen Projektregionen massgeblich zu einer Wiedereinführung der agro-ökologischen Landwirtschaft beigetragen. Von HEKS angestossene Aktivitäten und Praktiken, wie etwa Wurmkompost-Anlagen, wurden in Regierungsprogramme aufgenommen und werden somit nachhaltig weitergeführt.

Nun ist HEKS aus Indien ausgestiegen und hat die Projektverantwortung endgültig an seine Partnerorganisationen übergeben. Dies ist letztlich auch Ziel und unser Anspruch an eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit: Die Menschen sollen nicht von der Hilfe abhängig werden, sondern wir wollen mit unseren Projekten dazu beitragen, dass sie selbst Verantwortung übernehmen und die ihnen zustehenden Rechte einfordern können. Wir sind nicht gekommen, um zu bleiben, sondern damit es uns eines Tages nicht mehr braucht.

HEKS in Indien Karte

Kontakt:
HEKS Kommunikation
Projektdienst
Seminarstrasse 28
8042 Zürich
Tel.: +41 44 360 88 10
E-Mail: projektdienst@heks.ch 

 

Die Achtung der Menschenwürde gehört zu den Grundpfeilern des Schweizer Staates. Sie bedeutet, dass alle Menschen das Recht haben in ihrer Person geachtet zu werden. Asylsuchende und Flüchtlinge befinden sich in einer besonders vulnerablen Lage, weil ihr Staat ihnen diesen Schutz nicht mehr gewähren kann oder entzogen hat. Sie sprechen häufig keine der Landessprachen und kennen das Schweizer Rechtssystem nicht. Während des komplexen Asylverfahrens benötigen sie neutrale Informationen, häufig auch juristische Vertretung. Diese erhalten sie bei den Rechtsberatungsstellen für Asylsuchende, die HEKS in elf Kantonen führt.