Was wir tun HEKS
Christian Bobst
Was wir tun

Unsere Projekte

HEKS wirkt im Bereich «Kirchliche Zusammenarbeit» in Serbien

Nach den Kriegen in Bosnien und Kosovo war Serbien international isoliert und wirtschaftlich am Boden. Das Sozialsystem war zusammengebrochen, die Menschen litten unter Armut und Arbeitslosigkeit. Auch heute leben immer noch rund zehn Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, ein Drittel nur knapp darüber; zwanzig Prozent sind arbeitslos. Minderheiten sind von Arbeitslosigkeit und fehlendem Zugang zu sozialen Dienstleistungen besonders stark betroffen. HEKS unterstützt darum zum einen die soziale und wirtschaftliche Integration der runden halben Million Roma mittels Verbesserung der Wohnverhältnisse und des Zugangs zu Bildung, Gesundheit, Arbeit und Einkommen. Zum anderen unterstützt HEKS den Aufbau eines Spitex-Pflegedienstes für kranke und ältere Menschen in den ländlichen Gemeinden. 

HEKS in Serbien Karte

Fakten

2020 wurde die Legalisierung von 4 Roma-Siedlungen mit total 150 Häusern vorangetrieben. 200 Roma-Kinder profitierten von schulischen Unterstützungsmassnahmen. 600 stark Armutsbetroffene wurden während der Pandemie mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln unterstützt. 1'200 ältere und kranke Menschen profitieren von Spitexdiensten.

Die Kirchliche Zusammenarbeit (KiZA) ist ein wichtiges Standbein der Auslandarbeit von HEKS. HEKS unterstützt, berät, fördert und begleitet die reformierten Kirchen in Osteuropa, in Italien und im Nahen Osten bei ihrer sozialdiakonischen Arbeit und beim Aufbau eines lebendigen kirchlichen Gemeinwesens. Viele Partnerkirchen befinden sich in Mittel- und Osteuropa. Darunter bildet die Familie der ungarisch-sprachigen reformierten Kirchen in Ungarn, der Slowakei, der Ukraine (Transkarpatien), Rumänien (Siebenbürgen) und Serbien (Vojvodina) die grösste Gruppe. In Tschechien arbeitet HEKS mit der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder zusammen und in Italien mit der Waldenserkirche. Seit 2018 wurde das KiZA-Mandat auf den Mittleren Osten ausgeweitet mit reformierten Partnerorganisationen in Libanon und in Syrien, leistet dort humanitäre Hilfe, vor allem aber auch Arbeit mit christlichen und muslimischen Kindern und Jugendlichen zur verbesserten schulischen Integration sowie für ein friedliches Miteinander.