Was wir tun HEKS
Christian Bobst
Was wir tun

Unsere Projekte

HEKS wirkt im Bereich «Soziale Integration» in Brasilien

Brasilien weist extreme soziale und ökonomische Ungleichheiten auf. 60 Prozent der ländlichen Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Einer der Gründe dafür ist die ungerechte Landverteilung. 4,8 Millionen brasilianische Familien sind ohne Land, während gut 4000 Grossgrundbesitzer über 85 Millionen Hektaren Land besitzen. Familien, die seit Generationen auf ihrem Land leben, aber zum grossen Teil keine Landtitel besitzen, werden für den Anbau grossflächiger Soja-, Zuckerrohr- und Eukalyptusplantagen sowie für eine extensive Rinderzucht systematisch vertrieben. Die Biodiversität Brasiliens ist stark bedroht und die sozialen Probleme haben sich verschärft. HEKS hilft die Ernährungssicherheit und das Einkommen der ländlichen Bevölkerung zu verbessern und unterstützt den Aufbau einer starken Zivilgesellschaft.

HEKS in Brasilien Karte

Fakten

Mit 60 Behördeneingaben für 30'000 Menschen engagierte sich HEKS 2019 für deren Landrechte, den Zugang zu Ressourcen sowie ihre Mitbestimmungsrechte. 23% wurden bereits 2019 akzeptiert.

Nachhaltige Landwirtschaft und mehr Biodiversität schützen die Lebensgrundlagen langfristig. In den HEKS-Projekten wurde daher der Boden zu 98% umweltschonend bewirtschaftet. Nach heftigen Bränden im Regenwald unterstützt HEKS 3'900 Menschen mit Saatgut, Setzlingen, Lebensmitteln und medizinischem Material.

Immer mehr Menschen werden wegen ihrer sozialen Herkunft, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, des Alters, des Geschlechts oder ihrer Religion ausgegrenzt. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund kann zusätzlich erschwert werden, etwa durch das Fehlen der nötigen Sprachkenntnisse, durch das fehlende Wissen der kulturellen Besonderheiten der Schweiz oder wegen Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt. HEKS setzt sich dafür ein, dass die Betroffenen Zugang zu Bildung, Arbeit, staatlichen Angeboten und Dienstleistungen erhalten. Integration ist jedoch eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Dafür braucht es Offenheit, aber auch Regelstrukturen, die allen das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Das setzt voraus, dass alle die gleichen Rechte und Chancen erhalten, und Merkmale wie Geschlecht, Alter, soziale Herkunft, Nationalität oder Religion zu keiner Benachteiligung führen.