Humanitäre Hilfe im Kongo
HEKS
Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo

Nothilfe für Familien in schwer zugänglichen Gebieten

Nothilfe für Familien in schwer zugänglichen Gebieten

Die Bevölkerung der Stammesgebiete Walilake, Masisi, Rutshuru und Lubero in der Provinz Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo leiden stark unter ethnisch motivierten, bewaffneten Konflikten. Zudem ist das Gebiet sehr schlecht zugänglich, es kann also kaum Nothilfe geleistet werden. HEKS unterstützt die Menschen dabei, die Zugangsstrassen wiederherzurichten und leistet Nothilfe. Von der Hilfe profitieren rund 230'000 Personen.

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Die Bevölkerung in der Provinz Nord-Kivu der Demokratischen Republik Kongo leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, die hauptsächlich mit illegalem Bergbau in Verbindung stehen. Weiter verschärft wird die Situation durch ethnische Spannungen. Die Gewalt zwingt immer wieder viele Familien dazu, ihre Dörfer fluchtartig zu verlassen. Diesen Menschen in ihrer Not zu helfen ist sehr schwierig, denn die Gebiete sind nur schwer zugänglich. Humanitäre Hilfe bereitzustellen ist eine grosse Herausforderung. Die Zugangswege sind in einem so schlechten Zustand, dass sie nicht befahrbar sind. Transporte in diese sehr abgelegene Region sind somit nicht möglich. Die Bevölkerung braucht aber dringend Nahrungsmittel sowie medizinische Versorgung, Zugang zu Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen. Die Kinder brauchen zudem dringend Zugang zu Bildungseinrichtungen.

Lokale Wirtschaft am Boden

Für den Niedergang der lokalen Wirtschaft sind hauptsächlich der schlechte Zustand der Hauptverkehrsachsen und eine fehlende Vermarktung der lokalen Agrarprodukte verantwortlich. Diese Situation hat zu einem massiven Anstieg der Kriminalität, der Zwangsrekrutierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in bewaffnete Gruppen, der Zwangsarbeit und der illegalen Eintreibung von Steuern geführt.

Transporte mit Hilfsgütern ermöglichen

Das Amt für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Union (ECHO) hat nun HEKS damit beauftragt, den Zugang zu dieser Region zu ermöglichen, damit dort Humanitäre Hilfe geleistet werden kann. Der erste Schritt bestand in der Instandsetzung der Zufahrtswege. HEKS hat die Bevölkerung darin unterstützt, die Wege zu reparieren. Die Arbeiten wurden innert 10 Tagen von 1920 Familien durchgeführt, die dafür eine Entlöhnung von 25 US-Dollar erhielten. Die Strassenverbindung zwischen Bambu und Katsiru und die Achse Singa-Kashalira sollen ebenfalls wiedereröffnet werden. Dazu ist der Einsatz von 3.850 Personen vorgesehen, die für 10 Tage Arbeit ebenfalls 25 US-Dollar erhalten.

230'000 Begünstigte

Seit Anfang Sommer 2020 ermöglicht HEKS der Bevölkerung in Nord-Kivu Zugang zu Grunddienstleistungen wie sanitären Einrichtungen, Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Schutz sowie schulischer Bildung. Das Projekt kommt etwa 230’000 Personen zugute, die in den betroffenen Regionen leben. Etwa 97’000 Personen erhalten Bargeld im Rahmen eines Programms zur finanziellen Unterstützung. Hierbei handelt es sich um Haushalte, die Waisenkinder aufnehmen oder aus behinderten, betagten oder chronisch kranken Personen bestehen oder deren Einkommen äussert gering ist.

Sanitäre Einrichtungen, Zugang zu Trinkwasser und Nahrung als Existenzsicherung

HEKS unterstützt die Gemeinschaften ferner beim Aufbau einer Infrastruktur für den Zugang zu Trinkwasser, zur Verbesserung der Hygiene und der sanitären Situation. Dies geschieht insbesondere durch den Bau von Toiletten in Gegenden mit hohem Anteil an vertriebenen Personen. All diese Aktivitäten tragen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung bei.

HEKS unterstützt ausserdem die Wiederaufnahme der landwirtschaftlichen Produktion durch verletzliche Bevölkerungsgruppen, nachdem diese aufgrund von Konflikten und mehrfacher Vertreibung ihr Saatgut und ihre Werkzeuge verloren haben. Ziel ist es, sichere und verlässliche Mittel für eine Existenzsicherung bereitzustellen, um so die Widerstandsfähigkeit der Zielgruppe zu stärken. Der landwirtschaftliche Anbau und der Zugang zu lokalen Märkten soll verbessert werden. Dies dient der lokalen Wirtschaft und schafft damit die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.

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