Nothilfe Israel - Palästina

Der Krieg im Gazastreifen dauert bereits über drei Monate an und die Lage der Zivilbevölkerung wird immer dramatischer. Die Kämpfe werden nun auch im Süden des Gazastreifens mit grosser Intensität geführt. Es gibt praktisch keine Orte, wohin die Menschen flüchten können, und immer mehr Menschen hungern, weil ihnen die Lebensmittelvorräte ausgehen und eine flächendeckende Verteilung von Hilfsgütern praktisch unmöglich ist. Ohne substanzielle und dauerhafte Hilfslieferungen droht eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses. Trotz der grossen Herausforderungen sind unsere Partnerorganisationen nach wie vor aktiv und tun ihr Bestes, um die Not der Zivilbevölkerung zu lindern.

HEKS leistet Nothilfe

HEKS ist in Jerusalem mit einem Landesbüro präsent und seit 2006 im Gazastreifen tätig und konnte deshalb nach Ausbruch der Kriegshandlungen rasch erste Nothilfemassnahmen starten.

Im Süden des Gazastreifens leistet HEKS gemeinsam mit langjährigen Partnerorganisationen Nothilfe für die Zivilbevölkerung. Im Zentrum steht die Versorgung der Menschen, die teils schon mehrmals innerhalb des Gazastreifens durch die Kampfhandlungen vertrieben wurden. In den vergangenen Monaten haben unsere Partnerorganisationen die Vertriebenen mit Wassertanks und traditionellen Lehmöfen unterstützt und in verschiedenen Notunterkünften Kinderbereiche und Freizeitaktivitäten eingerichtet. Um die prekären hygienischen Bedingungen in den Geflüchtetencamps zu verbessern, ist der Bau von dringend benötigten einfachen Latrinen geplant. In Zusammenarbeit mit anderen Partnerorganisationen unterstützt HEKS lokale Landwirt:innen, damit die Nahrungsmittelproduktion nicht zusammenbricht, bietet psychosoziale Unterstützung für Kinder und Frauen an und plant den Bau weiterer Notunterkünfte. Familien in besonders prekären Situationen erhalten Bargeld, um sich mit dringend benötigten Gütern zu versorgen, die in Gaza noch lokal verfügbar sind.

Zudem unterstützt HEKS seine Partnerorganisation Sawa, die vom Westjordanland aus eine kostenlose Telefonhotline betreibt. Unter dieser Nummer erhalten Menschen psychosoziale und medizinische Beratung und werden an verfügbare Hilfsangebote im Gazastreifen weitervermittelt. 
 

Latrinen Gaza
CIVITAS

« Mehr als 1,8 Millionen Menschen sind bereits mehrfach vertrieben worden, auf der Suche nach Sicherheit und Schutz - aber es gibt keinen sicheren Ort mehr in Gaza! Auch ich musste mit meiner Familie bereits mehrfach flüchten und auch ich verbringe die meiste Zeit des Tages mit der Suche nach Nahrungsmitteln und Wasser unter sehr unsicheren Bedingungen. Dennoch können wir über unsere Partner hier diejenigen unterstützen, die es noch schwerer haben, etwa Menschen, die unter extremen Bedingungen in Zelten leben müssen. »

Amal Shanty, HEKS-Projektkoordinatorin in Gaza

Lesen Sie das Interview mit Amal

Amal Shanty

Im Westjordanland und in Israel unterstützt HEKS zusammen mit seinen Partnerorganisationen Gemeinschaften, die von der jüngsten Gewalteskalation besonders betroffen sind. So werden beispielsweise Beduinengemeinschaften mit Wasser und Futter für ihre Herden versorgt und durch Begleitpersonen vor Gewalt geschützt. Zudem werden medizinische Hilfsgüter geliefert und psychosoziale Unterstützung für Kinder und Frauen angeboten.

HEKS verfolgt einen flexiblen Arbeitsansatz, dank dem bestehende Projekte rasch an die sich stetig ändernde Situation und Bedürfnisse der Zivilbevölkerung angepasst werden können. 

Rasche Hilfe ist für die Zivilbevölkerung existenziell. Sie kann aber trotz der grossen Not aktuell nicht ausreichend finanziert werden. Wir sind daher dringend auf Spenden angewiesen. Dank unserer langjährigen Präsenz und unseren zuverlässigen Partnerorganisationen vor Ort können wir Ihre Spende rasch, gezielt und wirkungsvoll einsetzen.

Nothilfe Westjordanland
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