Beirut in Trümmern - HEKS leistet Nothilfe
Walid Rashid
Nach der Explosion

Beirut in Trümmern – HEKS leistet Nothilfe

Nothilfe Naher Osten

In den Wochen nach der Explosion von über 2500 Tonnen, unsachgemäss gelagertem Ammoniumnitrat in einer Lagerhalle im Hafen von Beirut zeigt sich das enorme Ausmass der Zerstörung immer deutlicher. Die Zahl der Todesopfer ist in der Zwischenzeit auf aktuell mindestens 171 gestiegen, über 6000 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Tausende von Häusern und Wohnungen wurden durch die Wucht der Detonation zerstört oder schwer beschädigt, über 300‘000 Menschen sind auf einen Schlag obdachlos geworden. Angesichts der riesigen Not der Bevölkerung von Beirut verdoppelt HEKS seine Nothilfe für die Opfer der Katastrophe auf insgesamt 600‘000 Franken.

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Durch die Detonation wurden im näheren Umkreis des Explosionsortes am Hafen der Stadt ganze Strassenzüge dem Erdboden gleichgemacht. Selbst in 20 Kilometern Entfernung vom Geschehen gingen unzählige Fensterscheiben zu Bruch. Die Druckwelle war sogar noch auf der 200 Kilometer entfernten Insel Zypern deutlich spürbar. Das grossflächig zerstörte Hafenareal, die Zufahrten und die dort ansässigen Unternehmen waren der Puls des wirtschaftlichen Lebens von Beirut und des ganzen Libanon. Die Explosion hat diesen Puls für Wochen und Monate fast gänzlich zum Stillstand gebracht. 

Die zerstörerische Explosion im Hafen von Beirut ist ein weiteres, dramatisches Kapitel in der krisen- und leidvollen jüngeren Geschichte der libanesischen Hauptstadt, die einst den glanzvollen Ruf genoss, das «Paris des Nahen Ostens» zu sein. Dem Schrecken des Bürgerkrieges zwischen 1975 und 1990 folgten wiederkehrende ökonomische Krisen, innenpolitische Unruhen und soziale Spannungen. Zuletzt litt und leidet das Land unter dem Krieg in Syrien, in dessen Folge über eine Million Menschen aus dem Nachbarland vornehmlich nach Beirut und Umgebung flüchteten. Derzeit erlebt das Land die schlimmste Wirtschaftskrise seiner jüngeren Geschichte. Inflation und Arbeitslosigkeit steigen, Geschäfte stehen leer, ständig fällt der Strom aus. Viele Menschen leben in grosser Armut.

Insbesondere die rund 300‘000, auf einen Schlag obdachlos gewordenen Menschen sind nun dringend auf Nothilfe angewiesen. HEKS unterstützt deshalb zum einen 1750 Familien und Haushalte, deren Häuser und Wohnungen in einem Umkreis von zwei Kilometern vom Explosionsherd liegen, und die deshalb von der Katastrophe besonders schwer getroffen wurden. Diese Familien erhalten in zwei Raten insgesamt 200 US-Dollar ausbezahlt («unconditional cash»), um sich mit lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen zu können. Diese Sofortmassnahme wird durch die langjährige, lokale HEKS-Partnerorganisation «Najdeh» implementiert. 

Zum anderen unterstützt HEKS die Wiederinstandsetzung schwer beschädigter Gebäude, darunter auch das Gemeindezentrum der HEKS-Partnerorganisation «Union der Armenisch-Evangelischen Kirche im Nahen Osten» (UAECNE) in Beirut.

HEKS leistet in Libanon mit Unterstützung der «Glückskette» seit Jahren humanitäre Hilfe, unter anderem für syrische Flüchtlings- und Gastfamilien. Zudem unterstützt HEKS im Rahmen der kirchlichen Zusammenarbeit mit reformierten Partnerkirchen Nachmittagsschulen und Freizeitprogramme für Kinder und Jugendliche. Ausserdem ist HEKS in Syrien aktiv und leistet mit Hilfe von lokalen Partnerorganisationen Nothilfe für Tausende von intern Vertriebenen.

Auch das aktuelle Nothilfe-Projekt wird von der «Glückskette» mitfinanziert.

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